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Nachrichten Solarmarker für mehr Sicherheit
Umland Hemmingen Nachrichten Solarmarker für mehr Sicherheit
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07:10 12.06.2014
Von Andreas Zimmer
Lichtpunkte für gute Sicht: Am Kreisel beim real-Markt in Devese wird die Erfindung getestet, die in wenigen Wochen auf den Markt kommt.
Lichtpunkte für gute Sicht: Am Kreisel beim real-Markt in Devese wird die Erfindung getestet, die in wenigen Wochen auf den Markt kommt. Quelle: Archiv
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Hemmingen

Natürlich könnte man Werner Sporleder unterstellen, er wolle doch nur seine LED-Leuchten verkaufen. Doch das allein sei es nicht, weswegen der Vorstandsvorsitzende der B.A.S. Verkehrstechnik AG sich in die Debatte um das Radverkehrskonzept einschaltet. Der 88-Jährige kämpft um die Sicherheit auf deutschen Straßen. „Geht nicht, gibt’s nicht“ steht denn auch auf den Aufklebern auf den Fotos, die die neueste Errungenschaft aus seinem Hause zeigen: Solar-LED-Leuchtmarker.

Die etwa zwölf mal zehn Zentimeter großen Plastikplatten enthalten Solarzellen, die das Tageslicht in Energie umwandeln und in zwei Akkus speichern. Wird es dunkel, geben diese den Strom an zwei LED-Lampen ab. Ein Marker kostet zwischen 60 und 70 Euro.

In ihnen steckt viel Know-how. Die Marker lassen sich an Leitplanken schrauben, auf Bordsteinen oder seitlich von ihnen anbringen und ebenso in einem acht Millimeter tiefen Loch in der Fahrbahn versenken, wo sie einem Druck von bis zu 20 Tonnen standhalten. Zu den bisher verwendeten Retroreflektoren sagt Sporleder, dass sie nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn die Scheinwerfer stark genug seien und das Licht in einem bestimmten Winkel auf die Reflektoren trifft. Die etwa 100 Gramm leichten Solarmarker aus Hemmingen hingegen strahlen immer bei Dunkelheit und das in einem 160-Grad-Winkel. Die Batterien halten mehr als fünf Jahre. Die B.A.S. Verkehrstechnik hat das System an mehreren Stellen in Hemmingen und Hannover getestet, unter anderem im Mai auf einem rund 400 Meter langen Abschnitt des Messeschnellweges in Hannover, der dafür gesperrt worden war.

„In sechs bis acht Wochen sind wir lieferfähig“, sagt Sporleder und schwärmt von einem „Quantensprung“ in der Verkehrstechnik. Speziell in Hemmingen könnte der Verlauf von Radwegen besser gekennzeichnet werden, sagt er auch mit Blick darauf, dass auf sogenannten Schutzstreifen mehr Radverkehr auf die Straße verlagert werden soll. So lautet eine Idee im Radverkehrskonzept für die flächenmäßig kleinste Kommune in der Region Hannover.

Die Stadt Hemmingen sammelt weiter Ideen für das Konzept. Nach den Sommerferien, sie enden Mitte September, werden die Anregungen in einem Workshop vorgestellt.

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