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Umland Hemmingen Nachrichten Politiker streiten über Verkehrsberuhigung
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00:52 08.04.2018
Ein Auto fährt in der scharfen Kurve von der Straße Grevenbleck in die Fuchsbachstraße in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

 Die monatelange Debatte um die Verkehrsberuhigung an der Straße Grevenbleck in Hemmingen-Westerfeld ist beendet. Es sollen zwei Verkehrsschilder „Achtung Kinder“ aufgestellt werden. Doch die Stadt holt aus zum großen Wurf: Wie könnte die Verkehrsberuhigung der Zukunft in der gesamten Stadt aussehen? Sie will das Thema in ihrem Verkehrsentwicklungsplan 2030 intensiver erörtern, über den im zweiten Halbjahr 2018 öffentlich diskutiert werden soll.

Darauf verständigte sich der Fachausschuss, der am Mittwochabend tagte. Tempo-30-Zonen und Spielstraßen, Fahrbahnschwellen und Pflanzkübel: Dies alles gibt es in Hemmingen bereits zur Verkehrsberuhigung. Und trotzdem wird vielerorts immer noch zu schnell gefahren. Am Mittwochabend gab es dafür keine Lösung. „Wir diskutieren hier jetzt im luftleeren Raum“, kritisierte Jan Dingeldey (CDU). Kerstin Liebelt (SPD) pflichtete ihm bei: „Ausschüsse sind nicht dafür da so etwas grundsätzlich zu beraten. Wir brauchen mehr Informationen.“ Sie regte einen fraktionsübergreifenden Antrag für die nächste Ratssitzung an, um den „Auftrag an die Verwaltung genauer zu formulieren“. Wolf Hatje (DUH) sah das anders: „Dass man das mal diskutiert, genau dafür sind Ausschüsse da.“

Der Anlass für die Debatte ist ein aktueller Fall an der Straße Grevenbleck in einem Wohnviertel in Hemmingen-Westerfeld mit vielen Kindern – und ein entsprechender Antrag der DUH vom Oktober 2017. Der Fachausschuss hatte die „wirkungsvollen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen“, wie von der DUH in ihrem  Antrag gefordert, schon im Januar 2018 abgelehnt. Auf Wunsch der Unabhängigen hatte der Rat im Februar noch nicht über den Antrag abgestimmt. Das Thema sollte noch einmal zurück in den Verkehrsausschuss.

Am Mittwochabend nun zog die DUH letztlich ihren Antrag zurück, der sich insoweit erledigt hat, weil nun zwei Verkehrsschilder „Achtung Kinder“ aufgestellt werden. Das hatte die Verwaltung im Ausschuss vorgeschlagen. Zuvor hatte Kathrin Heise (DUH) angeregt, Pflanzkübel aus der Sundernstraße in Hemmingen-Westerfeld, „die dort nicht gebraucht werden“, auf der Straße Grevenbleck aufzustellen. Fachbereichsleiter Sven Bertram machte deutlich, dass die Kübel sehr wohl einem Zweck dienen: den Beginn und das Ende der dortigen Tempo-30-Zone zu markieren. Außerdem sei es die DUH gewesen, auf deren Antrag hin die Kübel an der Sundernstraße aufgestellt worden sind.

Auch Aufplasterungen waren am Mittwochabend im Gespräch. Bertram riet ab: Es gebe immer wieder Beschwerden von Anwohnern wegen des Lärms, wenn Fahrzeuge über die Fahrbahnschwellen rollen, zum Beispiel an der Straße Börie in Hemmingen-Westerfeld. Jan Dingeldey (CDU) warnte vor weiteren Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung am Grevenbleck, wo schon Tempo 30 gilt. „Das weckt anderswo Begehrlichkeiten“, sagte er und begrüßte Liebelts Vorschlag, eine der mobilen Tempo-Messtafeln aufzustellen. Heise entgegnete: „Das nützt nichts.“ Denn Gefahr drohe vor allem wegen der Kurve in einem engen Winkel. 

Von Andreas Zimmer

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