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Umland Hemmingen Nachrichten Heiße Saxophonlieder in einer Sommernacht
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00:15 23.07.2017
Tina Tandler und ihre Band verwandeln mit vielseitigem Saxophonsound, Piano und Schlagzeug den bauhof in einen Club mit Jazz, Blues, Balladen und viel Sommeratmosphäre.
Tina Tandler und ihre Band verwandeln mit vielseitigem Saxophonsound, Piano und Schlagzeug den bauhof in einen Club mit Jazz, Blues, Balladen und viel Sommeratmosphäre. Quelle: Torsten Lippelt
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Hemmingen-Westerfeld

Eigentlich ist der bauhof in Hemmingen-Westerfeld in den Sommermonaten geschlossen. Bauhof-Vorsitzender Klaus Gruppe erläuterte: „Doch wenn sich die Gelegenheit bietet so eine außergewöhnliche Musikerin im Rahmen des von der Region Hannover und der Stiftung Kulturregion Hannover geförderten Festivals Kultursommer als Gast zu haben, sind wir gern dabei.“

Während nach dem wohl heißesten Tag des Jahres draußen ein abkühlendes Gewitter mit Regenwolken über Hemmingen hinweg zog, stiegen im bauhof die Temperaturen weiter an. „Willkommen in der Erlebnis-Sauna mit Musik“, sagte die Berliner Saxophonistin mit einem Lachen. Etliche Gäste im Publikum dürften sie noch aus der seit vielen Jahren bestehenden Bandmitgliedschaft bei Roland Kaiser-Konzerten kennen. Zusammen mit Matthias Falkenau (Piano/Organ), Simon Anke (Tastenbass/Piano) und Thomas Rüdiger (Drums) bewegte sie sich im bauhof musikalisch zwischen Jazz, Blues, Pop und Weltmusik.

Zu hören gab es hauptsächlich die mit ihrem Pianisten Christoph Reuter selbst geschriebenen Stücke, aber auch Lieder von Maceo Parker, Tom Waits und Kenny G. Meistens an ihren Saxophonen aktiv, hin und wieder jedoch auch mit Akkordeon und selbst singend, nahm sie ihr begeistert mitgehendes Publikum auf eine Reise zwischen melancholischem Blues, aufmunternden „Take a smile“- und Boogie-Klängen bis hin zum groovigen Stimmbild eines New Orleans-Clubs. Vor allem das gefühlvolle „Summertime“, bekannt von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong, versetzte das Publikum in die Südstaaten der USA.

Das Publikum ließ die Band erst nach mehr als zweieinhalb Stunden von der Bühne. Zu den weiteren Zugaben gehörte auch ein gerade erst drei Tage zuvor eingeübter schwungvoller Jazzsong, der noch nicht einmal einen Namen hat. „Nennen Sie ihn doch Hemmingen“, so der Zuruf aus dem Publikum, bevor Tina Tandler dann zu „Dream a little dream of me“ den gesamten Saal mitsingen ließ. „Ich komme gerne wieder“, rief sie zum Abschied. Das bauhof-Team und die Konzertgäste werden sie dabei gern zum Wort nehmen.

Von Torsten Lippelt

Andreas Zimmer 22.07.2017
Andreas Zimmer 22.07.2017