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Umland Hemmingen Nachrichten Achtung Natur: Was bedeutet dieses Schild?
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00:16 04.10.2018
Das Schild ist eine Eigenkreation der Stadt Hemmingen. Quelle: Katharina Kutsche
Hemmingen-Westerfeld

Wer den Wanderweg rund um das Strandbad in Hemmingen-Westerfeld abläuft und ein wenig abschweifen will, sollte vorsichtig sein. Zwischen dem Weg und dem Ufer des Büntesees nämlich, ist das Waldstück der Natur überlassen – und somit natürlich gefährlich. Darauf weist ein Schild hin, das im ersten Moment widersprüchlich wirkt: „Vorsicht AstbruchNaturwald, Betreten auf eigene Gefahr", heißt es unter dem Bild eines Baumes, dessen roter Ast auf einen Menschen zu fallen droht.

Nur: Muss ich nicht in jedem Wald aufpassen, eben weil er Teil der Natur ist?

Bei dem beschilderten Bereich am Büntesee ist das anders, erklärt Sven Baumgarte vom Fachbereich Bau und Umwelt der Stadt Hemmingen. „Es handelt sich um geschützte Biotope, die ihrer natürlichen Eigenentwicklung überlassen sind." Das heißt eben auch, dass es bei kleineren oder größeren Stürmen zu Astabbrüchen kommen kann. Für den Wald ist das unproblematisch. Für einen Fußgänger kann es dagegen schon ein Problem sein, wenn ihm ein Ast auf den Kopf fällt. Um davor zu warnen, habe die Stadt an vier Stellen das Schild aufgestellt – das Motiv ist eine Eigenkreation der Kommune, die sich an ähnlichen Vorlagen orientiert.

Für Spaziergänger ist also Vorsicht geboten: Auf dem Wanderweg kümmert sich die Stadt Hemmingen darum, dass er sicher ist. Ihr und der Region Hannover gehören der größte Teil der dortigen Wasser- und Waldflächen. In dem Naturwald gibt es weder sogenannte verkehrssichernde Maßnahmen, noch werden die Bäume gepflegt und beschnitten.

Der naturbelassene Bereich ist im Bebauungsplan "Büntesee" festgeschrieben. Um das Gebiet pflegen zu lassen, müsste die Stadt die Waldflächen verpachten. Das aber „würde dem Schutzzweck zuwider laufen", sagt Baumgarte.

In den anderen städtischen Waldflächen rund um Hemmingen-Westerfeld sorgt übrigens der Betriebshof der Stadt für Ordnung. Bei kleineren Sturmschäden schaffen das die Mitarbeiter allein. Bei umfangreichen Schäden, wie etwa nach dem Orkan „Friederike" im Januar, werden auch Fremdfirmen beauftragt. So oder so gilt: Alles, was Straßen, Wege und Plätze unsicher macht, „wird in der Regel noch am gleichen Tag beseitigt", so Baumgarte. Sind nachträglich noch größere Arbeiten von einem externen Betrieb zu erledigen, muss die Stadt erst Haushaltsmittel bereitstellen. Das, so Baumgarte, könne zwischen einer Woche und einem halben Jahr dauern.

Im Naturwald zwischen Büntesee und Strandbad jedenfalls nimmt alles seinen natürlichen Lauf: Bisher ist noch niemandem das passiert, wovor die Schilder warnen.

Von Katharina Kutsche

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