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Hemmingen Nach Schaden: Verein erstattet Anzeige
Umland Hemmingen Nach Schaden: Verein erstattet Anzeige
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14:21 15.10.2018
Der Abfalleimer wurde beschädigt. Quelle: privat
Hemmingen

Nach nur wenigen Wochen haben sich erneut Unbekannte in der Ruine des Mausoleums in Hemmingen getroffen, Alkohol und nicht-alkoholische Getränke konsumiert und das Gelände vermüllt. Doch dabei ist es dieses Mal nicht geblieben. Reinhard Schütze, Vorsitzender des Fördervereins Mausoleum Graf Carl von Alten, hat Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstattet.

Er spricht von einem erheblichen Schaden, konnte aber noch keine genaue Summe nennen. Bei einer Sandsteinplatte, diese wurden erst vor einer Woche für 25.000 Euro als neue Schutzabdeckung verlegt, wurde ein Stück herausgeschlagen. Der angekettete Abfallbehälter wurde zerstört und Teile davon in den erst einen Tag zuvor gereinigten Graben geworfen. Außerdem wurde der neue Behälter für Faltblätter zerschlagen. Leere Flaschen lagen verstreut auf dem Gelände im Naturschutzgebiet Sundern, ebenso Glassplitter, Plastikbecher, Chipstüten, Papiertaschentücher und Zigarettenkippen. Es waren auch die Überreste eines offenen Feuers zu sehen.

Eine der neuen Sandsteinplatten ist beschädigt. Quelle: privat

„Ich habe sofort die Polizei informiert“, sagte Schütze. „Vor Ort wurden der Schaden dokumentiert und Abdrücke genommen.“ Das bestätigt die Polizei in Ronnenberg. Schütze erläuterte: „Am Freitag hatten der Vorstand des Fördervereins plus Helfer den Grabenverlauf gereinigt und das Gelände gegen 17.30 Uhr gereinigt und sauber verlassen. Am Samstag um 9 Uhr habe ich das Gelände dann in einem verwüsteten Zustand vorgefunden. Besucher des Mausoleums waren fassungslos ob der Taten und dem Ausmaß der Verwüstung.“

Offenbar hatten Jugendliche das Mausoleum als nächtlichen Treffpunkt bei den für die Jahreszeit milden Temperaturen auserkoren. Schütze berichtete, Anwohner hatten in der Nähe des Mausoleums Jugendliche gesehen. Ob es sich dabei um die Täter handelt, kann die Polizei noch nicht sagen. Sie erhofft sich weitere Hinweise von möglichen Zeugen. Sie werden gebeten sich in der Hemminger Polizeistation zu melden, Telefon (05101) 852707, oder im Kommissariat in Ronnenberg unter der Rufnummer (05109) 5170.

Erst am Ende der Sommerferien im August hatte es am Mausoleum ein Trinkgelage gegeben. Damals war das Gelände vermüllt. Schütze sagte im August, eine Verunreinigung in diesem Ausmaß sei seit etwa einem Jahr nicht mehr vorgekommen. An diesem Wochenende endeten die Herbstferien. Ein Polizeisprecher sagte, es handele es sich vermutlich um einen Zufall. Der Anlass für das Treffen dürfte eher das spätsommerliche Wetter gewesen sein und weniger das Ferienende. Bei ihren Streifenfahrten steuere die Polizei bestimmte Punkte im Hemminger Stadtgebiet an, an denen es zu Straftaten kommen könnte. Dazu gehöre auch das Mausoleum, sagte der Sprecher.

Das mehr als 175 Jahre alte Mausoleum gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hemmingen. Es wurde von dem Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves entworfen und von Conrad Wilhelm Hase im neugotischen Stil erbaut. Es ist das einzige, das die beiden hannoverschen Baumeister gemeinsam geplant haben. Anfang dieses Monats jährte sich der 200. Geburtstag von Hase. Carl von Alten spielte als Befehlshaber von englisch-hannoverschen Truppen in der Schlacht bei Waterloo 1815 eine wichtige Rolle.

Von Andreas Zimmer

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