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Hemmingen Bäder: Keine Übernahme durch die Stadt?
Umland Hemmingen Bäder: Keine Übernahme durch die Stadt?
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00:20 17.09.2018
Mit dem Hundeschwimmtag ging die Saison im Freibad Arnum unter der Betriebsführung der Gemeinnützigen Bäder GmbH zu Ende. Welcher Betreiber die neue Saison 2019 übernimmt, ist noch unklar. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

16 Stellen im Freibad Arnum und im Strandbad Hemmingen-Westerfeld plant die Stadt für die Saison 2019 ein. Doch Bürgermeister Claus Schacht überraschte am Donnerstagabend im Rat mit der Aussage: „Ich lehne mich weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Ich gehe davon aus, dass wir die Stellen nicht benötigen.“

Sie müssen aber im Stellenplan stehen für den Fall, dass die Stadt ab Mai 2019 das Freibad Arnum und das Strandbad Hemmingen-Westerfeld betreibt. „Es ist eine Absicherung, wenn es keinen Nachfolger oder eine Nachfolgelösung für die Gemeinnützige Bäder GmbH gibt“, sagte Schacht. Die gGmbH will die Betriebsführung der beiden Bäder zum Ende dieses Jahres abgeben. Im Oktober oder November sei die Situation klarer, ob es bei einer „externen Lösung“ bleibe, sagte Schacht.

Der Rat hat den Nachtragsetat samt Stellenplan am Donnerstag einstimmig verabschiedet. „Vor drei Monaten haben wir uns keinen Nachtragshaushalt vorstellen können“, sagte Bürgermeister Claus Schacht. Dieser sei nun unter anderem wegen der Bäder und des neuen Kindergartens mit zwei Gruppen in Arnum notwendig, der 2019 am Klapperweg/Ecke B3 in Modulbauweise errichtet werden solle. Das Grundstück mit dem Haus, in dem früher eine Badewannenfirma war, habe die Stadt vor einiger Zeit gekauft, weil sie dort Asylbewerber unterbringen wollte. Für den Kita-Bau werde es abgerissen. Auch in Hiddestorf werde es eine neue Kita-Gruppe geben.

Der Haushalt 2018 ist mittlerweile unter anderem wegen Mehreinnahmen bei Steuern ausgeglichen. CDU-Fraktionschef Ulff Konze sprach von der „guten Hoffnung, dass dies kein Einmal-Effekt ist, sondern sich auch 2019 und 2020 fortsetzt“. Die Bündnisgrünen gaben zu bedenken, dass sich die allgemeine gute Wirtschaftslage nicht im städtischen Haushalt widerspiegele. Das Gewerbesteueraufkommen in Hemmingen sei im Vergleich mit anderen Kommunen in der Region Hannover zu gering. Die Ausweisung neuer Flächen aber lehnen die Grünen ab. „Man muss gucken, was im Bestand geht“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Steinmetz. Kathrin Heise (DUH) warnte vor einem „Zubetonieren“ und forderte „vorhandene Gewerbegebiete mit Leben zu füllen“.

Ulff Konze hingegen wies auf die „Chancen durch die B3-Ortsumgehung“ hin. „Das ist nicht populär, gehört aber zum Gesamtpaket.“ Zur Haushaltslage sagte Konze, es gebe in Hemmingen keinen Sanierungsstau wie in anderen Kommunen, in deren Schulen zum Beispiel „die Fenster undicht sind und es hineinregnet“. Hinzu komme der „hohe Standard“ bei der Kinderbetreuung. „Deswegen wird Hemmingen überdurchschnittlich von Familien nachgefragt“, sagte Konze. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann gab zu bedenken, dass die Stadt beispielsweise bei der Betreuung in den Kindergärten mehr Aufgaben als früher habe, was auch mehr Geld koste.

Von Andreas Zimmer

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