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Isernhagen Bürgerstiftung verleiht Ehrenpreis an Günter Rinne
Umland Isernhagen

Isernhagen: Bürgerstiftung verleiht Ehrenpreis an Günter Rinne

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00:15 15.05.2019
Günter Rinne (links) erhält vom Vorsitzenden der Bürgerstiftung Isernhagen, Uwe Wagstyl, den Ehrenpreis. Quelle: Carina Bahl
Isernhagen

„Wir tun Gutes“: So lautet der Leitsatz der Bürgerstiftung Isernhagen. Einer, der viel dazu beigetragen hat, ist Günter Rinne. Vom geflügelten Wort „Tue Gutes und sprich darüber“ ist der Altwarmbüchener aber stets weit entfernt gewesen. „Uneitel, leise, einfühlsam, unaufgeregt“: So beschrieb Uwe Wagstyl, Vorsitzender der Bürgerstiftung, in seiner Laudatio den Menschen Rinne, der an diesem Abend den Ehrenpreis der Stiftung erhielt. Rinne habe sich jahrelang für die Stiftung eingesetzt – ob im Arbeitskreis für Förderprojekte, beim Organisieren von Ständen oder Caterings bei Großveranstaltungen, eigentlich immer dort, wo Hilfe gefragt war. In die vordere Reihe drängte Rinne sich nie. Sein Engagement endete erst, als der Altwarmbüchener entschied, für einen erkrankten Freund rund um die Uhr als Hilfe und Fahrdienst da sein zu wollen. „Und dafür hat er Hochachtung verdient“, sagte Wagstyl.

Zuhören hilft besser als reden

„Es hat mir immer Spaß gemacht, zu helfen“, sagte Rinne in seiner Dankesrede – und überließ dann erneut die Bühne einem anderen. „Mach Du das“, flüsterte er Wagstyl zu, als es darum ging zu verkünden, für was Rinne die 500 Euro, mit denen der Ehrenpreis dotiert ist, spenden wolle. Das Geld geht an die Tafel – denn neben der Bürgerstiftung hat Rinne sich auch dort mit Leidenschaft engagiert, genauso wie beim TuS Altwarmbüchen, bei dem er seit 1999 Vorsitzender des Ehrenrates ist. „Vielen Menschen kann man mit Zuhören besser helfen als mit reden“, zitierte Rinne eine Aussage Dietrich Bonhoeffers und wünschte der Bürgerstiftung, dass es weiter gelinge, denen in Isernhagen zuzuhören, die benachteiligt werden.

Bürgerstiftung setzt Mobilitätsprojekte um

Genau das hat die Bürgerstiftung auch in diesem Jahr vor: Neben diversen kleineren Unterstützungen, Spenden an Isernhagener Schulen und der Baumallee wird die Stiftung ihre Mobilitätsprojekte vorantreiben. Dazu gehört ein Erholungsurlaub für Pflegeheimbewohner, ein Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte, bedürftige Senioren und eine Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche, die aus finanziell schwachen oder schwierigen Familienverhältnissen kommen.

Das ist die Bürgerstiftung Isernhagen

Die Bürgerstiftung wurde am 20. Juli 1998 von 28 engagierten Bürgern gegründet, um gemeinnützige Projekte für und in der Gemeinde Isernhagen umzusetzen. Laut Satzung engagiert sich die Stiftung in den Bereichen Jugend und Bildung, Soziales, Senioren, Sport, Kultur, Natur und Umwelt sowie Heimatpflege. Da das Zinsniveau seit Jahren sehr niedrig liegt, ist die Bürgerstiftung darauf angewiesen, Spenden zu bekommen oder mit Projekten selbst Einnahmen zu generieren. Das tut die Stiftung beispielsweise mit dem jährlichen Adventsloskalender oder der Oldtimer-Rallye „Isernhagen Classic“. Zudem werden stets „Zeitstifter“ gesucht – sprich: Menschen, die bereit sind, sich aktiv zu beteiligen und bei Veranstaltungen und anderen Projekten mit anzupacken. Alle weiteren Informationen finden Interessierte im Internet auf www.buergerstiftung-isernhagen.de. 

Um all das zu ermöglichen, braucht es Zeit und Geld. Und so hatte die Bürgerstiftung für Sonnabend all diejenigen zu einem Dankeschönfest eingeladen, die eines von beiden oder gar beides gestiftet hatten. „Sie alle sind mir gleich lieb und wichtig“, betonte Wagstyl und ergänzte, dass dieses Fest aus Spenden bezahlt werde, die extra dafür eingegangen seien.

Pferdeköpfe aus Teakholz sollen weitere Spenden generieren

Weiteres Geld für Projekte erhofft sich die Bürgerstiftung nun von einer neuen Aktion: „Isernhagen gilt als Gemeinde der Pferde und Pferdeliebhaber“, sagte Sandra Thurow, stellvertretende Sprecherin des Stiftungsrates. „Und uns ist aufgefallen, dass in fast 21 Jahren die Bürgerstiftung noch nie ein Projekt mit Pferden hatte.“ Das soll sich nun ändern: Die Stiftung hat zehn Pferdeköpfe aus Teakholz herstellen lassen. „Alle sind handgemachte Unikate. Der eine sieht aus wie ein Haflinger, der andere eher wie ein Hannoveraner“, erklärte Thurow. Für 398 Euro pro Stück lassen sich die besonderen Hingucker erwerben – „für jeden verkauften Kopf bekommt die Bürgerstiftung 150 Euro.“ Das erklärte Ziel: „Bis Ende des Jahres sollen alle verkauft sein.“ Dafür werbe die Bürgerstiftung jetzt auch in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram.

Sandra Thurow stellt das neue Pferdekopf-Projekt der Bürgerstiftung vor. Quelle: Carina Bahl

Von Carina Bahl

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