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Isernhagen 31-jähriger Möbelhehler zu Freiheitsstrafe verurteilt
Umland Isernhagen

Isernhagen Burgwedel: Amtsrichter verurteilt 31-jährigen Hehler aus Garbsen zu Freiheitsstrafe

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09:57 24.05.2019
Eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten hat jetzt ein 31-Jähriger wegen Hehler bekommen. Quelle: Symbolbild
Großburgwedel/Altwarmbüchen

Ein komplettes Schlafzimmer mit Bett, Schrank und Sideboard, eine Küche mit mehreren Elementen und Elektrogeräten, LED-Lampen und vier Sessel: Damit hat sich ein 31-Jähriger aus Garbsen im August 2018 die Wohnung eingerichtet – für kleines Geld, obwohl die nagelneue Einrichtung einen Wert von rund 10.000 Euro hatte. Der Hartz-IV-Empfänger hatte die Möbel einem Bekannten abgekauft, wohl wissend, dass der andere sie aus einem Altwarmbüchener Möbelhaus gestohlen hatte.

Ein Zeuge bringt die Polizei auf die Spur

Dafür muss sich der Täter nun in einem gesonderten Verfahren verantworten, wie Amtsrichter Michael Siebrecht in der Verhandlung gegen den 31-Jährigen wegen Hehlerei sagte. Dass beide Männer überführt wurden, verdanken Justiz und auch Möbelhaus einem Zeugen. Diesen hatte der 31-Jährige nach dem Kauf gebeten, ihm beim Aufbauen von Bett, Schrank & Co. zu helfen. Der Mann wurde angesichts der vielen, noch eingepackten, Gegenstände skeptisch. Er informierte die Polizei, für die der Garbsener wegen vier Verurteilungen kein Unbekannter war – allerdings weil er seinerzeit gewerbsmäßig mit Drogen gehandelt hatte.

Angeklagter muss auch 200 Sozialstunden leisten

Nach dem Hinweis durchsuchten die Beamten die Wohnung des Verdächtigen. „Die ist uns schon seit Jahren bekannt, das gilt auch für den Angeklagten“, sagte ein Ermittler in der Verhandlung und fügte hinzu, bei der Durchsuchung hätten die Polizisten die beschriebenen Gegenstände gefunden und sicherstellen können. Auf das Polizeiaufgebot habe der 31-Jährige mit Stimmungsschwankungen reagiert, mal ruhig und besonnen, mal aufbrausend. Dafür entschuldigte sich der Garbsener vor Gericht. Er räumte die Hehlerei zudem ein und verzichtete auf die Möbelstücke und Lampen, die zum Teil schon beschlagnahmt und dem Möbelhaus zurückgegeben worden waren. Sein Verteidiger plädierte angesichts dieses Verhaltens für eine geringe Strafe – zumal sich sein Mandant in der Vergangenheit an die Bewährungsauflagen aus früheren Verfahren gehalten habe.

Hehler beging Tat kurz nach einer anderen Bewährungsstrafe

Genau da aber setzten Staatsanwaltschaft und Amtsrichter an. „Sie haben die Tat kurz nach dem Ende der Bewährung begangen“, sagte der Anklagevertreter. Er beantragte eine sechsmonatige Freiheitsstrafe mit einer dreijährigen Bewährung und einem Bewährungshelfer. Diesem Antrag folgte Siebrecht. „Angesichts der hohen Summe gibt es keine Alternative zu einer Freiheitsstrafe“, sagte er. Zudem muss der 31-Jährige, der nach eigenen Angaben wegen Epilepsie nicht arbeitsfähig ist, insgesamt 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten und die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen.

Von Antje Bismark

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