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Isernhagen Radwegebau Neuwarmbüchen-Thönse verzögert sich bis zum Sommer
Umland Isernhagen Radwegebau Neuwarmbüchen-Thönse verzögert sich bis zum Sommer
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00:19 30.03.2019
Die Arbeiter werden noch bis in die Sommerferien an der K116 Neuwarmbüchen-Thönse beschäftigt sein. Quelle: Frank Walter
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Neuwarmbüchen/Thönse

 Schlechte Nachricht für Autofahrer, die üblicherweise die Kreisstraße 116 Neuwarmbüchen-Thönse nutzen: Die Arbeiten zum Bau des Radweges haben sich deutlich verzögert. Die Region geht davon aus, dass die Arbeiter erst in den Sommerferien fertig werden.

Rund eine Million Euro kostet der seit Jahren geplante 2,7 Kilometer lange Radweg. Den Löwenanteil bezahlt die Region, 315.000 Euro schießt der Bund zu. Ursprünglich hatte die Region für die beiden Bauabschnitte südlich und nördlich des Oldhorster Kreisels eine Bauzeit von je drei Monaten angesetzt. Der erste Abschnitt zwischen Neuwarmbüchen und dem Kreisel hätte so bereits im Januar fertiggestellt werden sollen.

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Der neue Radweg zwischen Neuwarmbüchen und Thönse wird später als geplant fertig. Die Region rechnet mit der Fertigstellung in den Sommerferien, Autofahrer müssen weiter Umwege fahren.

Radweg wird sechs bis acht Wochen später fertig

Von aktuell sechs bis acht Wochen Verzögerung spricht Regionssprecherin Carmen Pförtner auf Nachfrage, mit der Fertigstellung des Radweges rechne man nun für die Sommerferien. Genauer lasse sich dies noch nicht sagen. Nach jetzigem Stand soll der Abschnitt von Neuwarmbüchen bis zum Oldhorster Kreisel Ende April fertig sein, danach gehe es direkt zwischen dem Kreisel und Thönse weiter. Auf die Kosten soll die längere Bauzeit keine Auswirkungen haben.

Verspäteter Beginn, dann Frost und Regen

Als Grund für die Verzögerungen nennt Pförtner einerseits die Witterung: Erst habe es Frost gegeben, anschließend viel Regen – das habe auch bei anderen Baustellen in der Region den Zeitplan über den Haufen geworfen. Hinzu kommt, dass die Region den Baustart im Herbst gleich zweimal hatte verschieben müssen – die Behörde war mit den Absperrmaßnahmen und Umleitungsbeschilderungen der Baufirma nicht einverstanden gewesen.

Autofahrer müssen Baustelle umfahren

Autofahrer müssen in der Folge noch bis zu zwei Monate länger Umwege in Kauf nehmen. Gerade viele Thönser und Wettmarer, die morgens zur Arbeit nach Hannover fahren, nutzen sonst gern den Weg über Neuwarmbüchen und Kirchhorst zur Autobahn 7. Sie müssen nun bereits seit November entweder bei Schillerslage auf die A37 fahren oder aber die morgendlichen Staus in Großburgwedel in Kauf nehmen. „Das dauert zehn Minuten länger“, sagt Thönses Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr. Seiner Meinung nach seien viele Thönser „sehr genervt“ von der Baustelle auf der K116. Manche Tage arbeite da niemand, so seine eigene Feststellung. „Die hätten längst weiter sein können.“

Das hätte sich auch Eva Dierks gewünscht, Betreiberin der Tankstelle in Kirchhorst, die sonst auch viele Burgwedeler ansteuern. Gerade morgens fehlten die Kunden, „das merkt man richtig in der Kasse“.

Fahrradschutzstreifen an der Höfestraße

Aktuell scheint vom neuen Radweg nur ein wenige Dutzend Meter langes Pflasterstück wirklich fertig zu sein. Momentan verbreitern die Arbeiter am Neuwarmbüchener Ortsausgang die Fahrbahn. Radfahrer, die künftig in Richtung Thönse unterwegs sind, sollen dort eine Querungsmöglichkeit erhalten, um den Radweg auf der Westseite möglichst sicher zu erreichen. Für Autofahrer wird die Fahrbahn am Ortseingang verschwenkt. Innerorts sollen laut der Regionssprecherin spätestens 2020 Fahrradschutzstreifen auf beiden Seiten der Höfestraße angelegt werden.

Von Frank Walter