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Isernhagen Gemeinde soll Standorte für Feuerwehren prüfen
Umland Isernhagen

Isernhagen: Feuerwehren: Gemeinde soll Standorte prüfen

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17:27 24.09.2019
Mitglieder der Feuerwehr F.B. verfolgen die Ratssitzung vom Zuschauerraum aus. Ihre Fahrzeuge haben sie gut sichtbar direkt vor dem Rathaus geparkt. Quelle: Frank Walter
Isernhagen F.B./K.B

Nach einer hitzigen Debatte um den neuen Feuerwehrstandort für Isernhagen F.B. steht der weitere Weg fest – allerdings vorerst nur bis zur Dezember-Sitzung des Rates: Die Planung für das Areal an der Möllerstrift geht weiter, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Gleichzeitig soll die Verwaltung jedoch prüfen, ob nicht doch ein gemeinsamer Feuerwehrstandort mit K.B. sinnvoller wäre, wie er schon vor Jahren diskutiert worden war.

Die Entscheidung für die Fortsetzung des Bauleitverfahrens für die Möllerstrift traf der Rat dabei am Montagabend mit großer Mehrheit. Die einzigen Gegenstimmen kamen aus der Grünen-Fraktion. Es gehe ihnen keineswegs darum, dass man den Feuerwehrstandort ablehne, betonte Fabian Peters. Doch leider verquicke die Verwaltung das Thema Feuerwehr mit Gewerbeflächen dahinter. Dieses lehnten die Grünen ab, „das macht es uns so schwierig“.

Möllerstrift: Bauleitverfahren wird fortgeführt

F.B.s Ortsbürgermeisterin Angela Leifers (CDU) regte an, einen Teil des Gewerbeareals vorerst nicht zu vermarkten. Dieses könnte in einigen Jahren ja vielleicht die Feuerwehr als Erweiterung benötigen. Ulrich von Rautenkranz (FDP) kann sich auch vorstellen, die Planung mit der Feuerwehr an der Hauptstraße und dem Gewerbe dahinter „umzudrehen“, um den Sorgen der Anwohner der Möllerstrift Rechnung zu tragen. Diese fürchten hohe Anliegergebühren für den erstmaligen Ausbau ihrer Straße, sollte diese als Zufahrt zu den Gewerbebetrieben dienen. Würden das Gewerbe aber eine Zufahrt direkt von der Hauptstraße erhalten und die Feuerwehr die Möllerstrift nutzen, so von Rautenkranz’ Überlegung, dann könnte der Gebührenanteil der Anlieger geringer ausfallen.

„In Stein gemeißelt“ ist die Planung für den neuen Feuerwehrstandort jedenfalls noch nicht – geht es doch aktuell nur um den Vorentwurf des Bebauungsplans. „Das alles kann bei der ersten Beteiligung noch eingebracht werden“, betonte Bürgermeister Arpad Bogya.

Doch gemeinsamer Standort mit K.B.?

Umstrittener war die zweite Ratsentscheidung in Sachen Feuerwehr. CDU, FDP und AfD nutzten ihre Mehrheit für einen Prüfauftrag an die Verwaltung, SPD und Grüne stimmten dagegen. Tüchtig verklausuliert steht unter dem Strich die Frage, ob nicht doch ein gemeinsamer Standort für die Feuerwehren F.B. und K.B. mehr Sinn machen würde. Betrachtet werden sollen dabei die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren, mögliche Synergien bei der Nachwuchsarbeit, die Verfügbarkeit eines Grundstücks und auch finanzielle Aspekte. Das Ergebnis soll bis Ende November vorliegen – also rechtzeitig für die letzten politischen Sitzungen des Jahres.

Leifers: Eventuell macht sich der Rat strafbar

Von der Feuerwehr F.B., die ihre Fahrzeuge direkt vor dem Rathaus abgestellt hatte und den Zuschauerraum füllte, gab es dafür kritische Worte. „Warum wollen Sie ein seit Jahren bewährtes System ins Wanken bringen? Wie viel ist Ihnen die ehrenamtliche Feuerwehr wert?“, fragte Isernhagens ehemaliger Gemeindebrandmeister Wolfgang Schneider. Er erinnerte ebenso wie F.B.s Feuerwehrchef Dirk Leifers an den 2014 beschlossenen Feuerwehrbedarfsplan und die damit festgelegten Schutzziele. Diese schreiben unter anderem fest, wie schnell die erste Einheit am Einsatzort sein soll. Bei einem gemeinsamen Standort mit K.B. würde man jedoch manche Teile F.B.s zu spät erreichen, so das Argument der Feuerwehr. Eventuell mache sich der Rat so sogar strafbar, sagte Leifers.

Die Befürworter der Standortprüfung wiesen die Kritik zurück. „Wir sind nicht auf dem Kriegspfad gegen die Feuerwehr F.B.“, betonte Helmut Lübeck (CDU). Christiane Hinze (FDP) erinnerte daran, dass der Rat Verantwortung für die Gemeinde als Ganzes trage: „Wir wollen sicherstellen, dass wir nicht Geld ausgeben, das uns dann für Schulen und Kitas fehlt.“

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