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Isernhagen Fluglärmschutzkommission: Dieter Poppe vertritt die Gemeinde
Umland Isernhagen Fluglärmschutzkommission: Dieter Poppe vertritt die Gemeinde
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11:33 02.05.2019
Die Flugzeuge über Isernhagen haben zugenommen, ist sich Dieter Poppe sicher. Quelle: Archiv/Symbolbild
Isernhagen

Der Altwarmbüchener Dieter Poppe vertritt ab sofort die Gemeinde Isernhagen in der Fluglärmschutzkommission (FLK). Der 70-Jährige hat den Kirchhorster Siegfried Lemke abgelöst, der zwei Jahre lang in dem Gremium mitgewirkt hatte. Der Altwarmbüchener Poppe berichtet künftig den politischen Gremien der Gemeinde über die Arbeit der FLK.

Dieter Poppe ist der neue Vertreter der Gemeinde Isernhagen in der Fluglärmschutzkommission. Quelle: Anke Lütjens (Archiv)

Die Fluglärmschutzkommission ist ein Beratungsgremium der Luftfahrt- und Flugsicherungsbehörden für Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm und Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge. Dafür ist die Kommission über Planungen zu unterrichten und schlägt ihrerseits Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigungen durch Flugzeuge in der Umgebung des Flughafens Langenhagen vor.

Flugbewegungen nehmen zu

Poppe wohnt seit 35-Jahren in Altwarmbüchen. Auch über seinem Haus an der Lessingstraße haben die nächtlichen Flugbewegungen massiv zugenommen. „Waren es früher gerade mal 800 Flugzeuge, die über Altwarmbüchen geflogen waren, sind es heute etwa 10.000“, weiß Poppe zu berichten, der sich vom Fluglärm extrem betroffen fühlt. Die Steigerung der Zahl der Flüge hat ihn dazu bewogen, künftig in der FLK mitwirken zu wollen. Der Rat der Gemeinde hat ihn per Beschluss in dieses Amt gehoben.

Fluglärm: Initiative prüft Klage gegen neue Nachtflugregelung

Gleichzeitig engagiert sich Poppe in der Initiative Besser ohne Nachtflug – Hannover Airport (Bon-Ha) und fungiert als deren Sprecher. Bon-Ha ist ein Zusammenschluss mehrerer Bürgerinitiativen gegen den Fluglärm rund um den Flughafen Langenhagen. Die Initiatoren streben ein Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr an. Ende 2019 läuft die bisherige Nachtflugregelung aus. Erst wenn sie vorliegt, könnte theoretisch Klage erhoben werden, heißt es auf Seiten der Initiative. Um ihr Ziel zu erreichen, will die Initiative mit gesundheitlichen Aspekten argumentieren und gegen die Nachtflüge klagen. Dafür benötigt die Initiative Mediziner als Gutachter sowie Juristen, die die Interessen der Gruppe vertreten. Ein Jurist ist laut Poppe gefunden. Aktuell verfügt Bon-Ha über rund 42.000 Euro an Spenden. Die Zielmarke seien mindestens 50.000 Euro, sagt Poppe.

Gesundheitsgefahr durch Fluglärm soll in den Vordergrund rücken

Künftig will die Initiative Bon-Ha vor allem mehr junge Familien mit ins Boot holen. Dafür wollen die Akteure die medizinischen Aspekte von Fluglärm mit fachkundigen Ärzten erläutern. „Die Augen sind beim Schlaf geschlossen, das Ohr reagiert dennoch auf Geräusche“, erläutert der ehemalige Vorstand einer privaten Krankenkasse. Die Folge könnten ein Adrealinausstoß und Bluthochdruck sein, beschreibt Poppe die Risiken nächtlichen Fluglärms.

Aktuell fragt das Niedersächsische Wirtschaftsministerium Stellungnahmen der Städte und Gemeinden zur Nachtflugregelung ab – und auch die Initiative Bon-Ha ist mit von der Partie. „Wir erreichen unsere Ziele “, sagt Poppe zuversichtlich.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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