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Isernhagen Pächterwechsel im TSV-Isernhagen-Clubheim
Umland Isernhagen Pächterwechsel im TSV-Isernhagen-Clubheim
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17:13 04.01.2019
Freuen sich auf eine gedeihliche Zusammenarbeit: Der TSV-Isernhagen-Vorsitzende Sebastian Berndt (von rechts), der neue Pächter Zahidul Alam, sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Gebert und Stefan Wagener. Quelle: Sandra Köhler
Isernhagen H.B.

Neues Jahr, neuer Pächter. Einen erneuten Versuch, Ruhe und Konstanz in die Bewirtung des vereinseigenen Clubsheimes zu bringen, unternimmt der TSV Isernhagen. Aus vier Interessenten hat sich der Vorstand für Zahidul Alam entschieden. Der 54-jährige, bekannt unter seinem Spitznamen Jonny, hat jahrzehntelange Gastronomieerfahrung, führte beispielsweise bis 2017 den Italia Express in Gehrden, zuletzt Jonnys Restaurant und Bar in Hannover-Linden. Zum 1. Februar übernimmt er die Bewirtschaftung des erst vor drei Jahren sanierten Clubhaus an der Straße Auf der Heide, in das er neben dem Vereinsbetrieb ein italienisches Restaurant integrieren will.

Während des Spielbetriebs sollen Vereinsmitglieder und Gäste wie gewohnt Bier und Kaffee, sowie klassische Snacks wie Currywurst erhalten können. Abends ab 17 Uhr soll dann italienische Küche auf der Karte im Clubheim TSV Isernhagen – Trattoria da Jonny stehen. „Wir sind überzeugt von dem Konzept, das Jonny uns vorgestellt hat“, sagt TSV-Chef Sebastian Berndt. „Für uns ist steht der Betrieb des Clubhaus im Vordergrund. Aber es ist auch klar, dass damit keiner überleben kann. Ein Pächter braucht ein Zubrot. Das können beispielsweise Veranstaltungen wie Geburtstage oder Konfirmationen sein. Aber auch Tagungen für Firmen – schließlich haben wir die nötige Technik da.“

Einen neuen Pächter für das Clubheim hat der Vorstand des TSV Isernhagen gefunden. Quelle: Sandra Köhler

Berndt und seine Stellvertreter Stefan Wagener und Helmut Gebert wünschen sich, das endlich wieder jemand langfristig und erfolgreich das Ruder in der Klubgaststätte führt. „Ich arbeite seit 2003 im Vereinsvorstand und habe dabei sechs oder sieben Pächter kennen gelernt“, sagt Berndt. In der gesamten Zeit kann ich mich aber lediglich an ein Pächterpaar erinnern, dass das Clubheim nach vorne gebracht hatte, sagt sein Stellvertreter Wagner. „Die haben unheimlich viel gemacht, das gelebt. Aber als die sich trennten, war es auch hier vorbei.“

Die Zusammenarbeit mit der letzten Pächterin war schnell beendet. Diese hatte die Bewirtung erst Mitte 2018 übernommen. Bereits Ende November war dann wieder Schluss. Es habe nicht gepasst, sagt Berndt. „Sie wollte zum Januar aufhören, wir haben sie früher gehen lassen.“ Aktuell führen Ehrenamtliche das Clubheim, wie bereits mehrmals in der Vergangenheit. Doch das soll kein Dauerzustand sein. Deshalb machte der Vorstand sich erneut auf die Suche. Der im Mai anstehende Volkslauf etwa sei eine gute Möglichkeit für den neuen Pächter, sich im Ort bekannt zu machen, sagt Gebert. „Und wenn das vernünftig läuft, können wir hier auch wieder Turniere ausrichten. Denn eine gute Bewirtung ist dabei ein Aushängeschild für den Verein.“

„Wir waren in der komfortablen Lage, aus vier Bewerbern auswählen zu können“, sagt Berndt. Keine Selbstverständlichkeit, wie die Erfahrung zeigt. Die Wahl fiel schließlich auf den in Bangladesh geborenen Alam, weil sein Konzept schlüssig sei und er über langjährige Erfahrung in der Gastronomie verfüge. Alam hat zudem einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften und in seinem Heimatland bei einer Bank gearbeitet. Mittlerweile lebt er aber seit Jahrzehnten in Deutschland und arbeitet hier als Koch. Das tat er unter anderem im Gutshof Rethmar und danach in einigen italienischen Restaurants in Hannover. Bis er beschloss, sich selbständig zu machen – ebenfalls mit italienischer Küche.

Freuen sich auf eine gedeihliche Zusammenarbeit: Der TSV-Isernhagen-Vorsitzende Sebastian Berndt (von rechts), der neue Pächter Zahidul Alam, sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Gebert und Stefan Wagener. Quelle: Sandra Köhler

Den Italia Express in Garbsen führte er bis 2017, danach eröffnete er Jonnys Restaurant und Bar in der Nähe des Capitol. Hier zahlte er Lehrgeld: hohe laufende Kosten lassen sich nur decken, wenn genug reinkommt. „Wenn im Capitol eine Veranstaltung war, war es voll. Aber es war eben nicht jeden Abend was im Capitol“, sagt Gastronom Jonny. Nun will er dem TSV-Clubhaus neues Leben einhauchen. „Ich habe viele Stammgäste aus H.B., auch Martin Kind beispielsweise war schon zwei oder dreimal bei mir“, sagt der neue Pächter. Er freut sich auf seine Aufgabe und sieht gute Chancen, mit seinem Restaurant Fuß zu fassen. „In beide Richtungen gibt es Kilometer weit keinen anderen Italiener. Spaziergänger und Fahrradfahrer sollen hier ebenso einkehren können wie die Isernhagener.“

Auch ein weiteres Problem hat der Verein schnell gelöst. Wie ein anonymer Hinweisgeber in einem Schreiben an diese Zeitung mitteilte, habe es Mitte November im Clubheim eine unangemeldete Kontrolle des Gesundheitsamtes der Region Hannover Mitte November gegeben. Dabei sollen erhebliche bauliche Mängel und hygienische Probleme anprangert worden sein. Regionssprecherin Sonja Wendt bestätigte zwar die Kontrolle ebenso wie die kurzfristige Schließung von Gastronomie und Küche, allerdings seien laut Berndt lediglich eine ausgehängte Tür zwischen Abstellraum und Küche sowie fehlende Ummantelungen für Rohre und Leitungen bemängelt worden. „Das ist in allen Kontrollen vorher nie Thema gewesen.“ Der Verein habe sich der Probleme angenommen, bereits nach einem Tag sei der Betrieb wieder freigegeben worden.

Von Sandra Köhler

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