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Isernhagen Autor Heribert Schwan kommt nach Isernhagen
Umland Isernhagen

Isernhagen: Heribert Schwan stellt neues Buch über die Stasi vor

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15:18 03.01.2020
Der bekannte Autor Heribert Schwan stellt im Januar sein neues Buch „Spione im Zentrum der Macht“ im KulturKaffee Rautenkranz vor. Quelle: Karl-Heinz Moll
Isernhagen F.B

„Spione im Zentrum der Macht“ heißt das neue Sachbuch von Heribert Schwan, das er am Donnerstag, 23. Januar, ab 20 Uhr im KulturKaffee Rautenkranz, Hauptstraße 68 in Isernhagen F.B., vorstellt. Der Untertitel „Wie die Stasi alle Regierungen seit Adenauer bespitzelt hat“ verrät, dass es um nichts Geringeres geht als Spionage im ganz großen Stil.

Heribert Schwan, Journalist und Schriftsteller, wurde bekannt als Auftragsschreiber der dreibändigen Helmut-Kohl-Memoiren, des Tagebuchs zur CDU-Spendenaffäre und als Autor der Biografie von Kanzlergattin Hannelore Kohl. Die Arbeiten führten zu einem Rechtsstreit mit der Familie Kohl.

In seinem neuen Buch untersucht Schwan, wie die Stasi vier Jahrzehnte lang das gesamte westdeutsche politische Spitzenpersonal im Visier hatte, darunter auch die Kanzler von Adenauer bis Kohl.

70.000 Seiten Akten gesichtet

Für seine Recherche hat Schwan mehr als 70.000 Seiten Stasi-Akten gesichtet, um die Ausmaße der DDR-Spionage im Westen nachzuvollziehen. Er gibt Einblick in die Strategien, Pläne und Tricks der Stasi und erklärt, wie das Agentennetz funktionierte.

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt des Buches: Wie konnte es der Stasi gelingen, ihre Spitzel selbst ins Kanzleramt einzuschleusen? Wie wurden die inoffiziellen Mitarbeiter angeworben und ausgebildet? Was hat sie zu ihrem Verrat bewogen? Auf welchen Wegen wurden die geheimen Berichte und Unterlagen übermittelt?

Einen Schwerpunkt setzt der Autor auf die Guillaume-Affäre, dem politisch bedeutsamsten Spionagefall der deutsch-deutschen Geschichte. Der persönliche Referent von Bundeskanzler Willy Brandt wurde 1974 enttarnt. Brandt übernahm die politische Verantwortung und trat zurück. Doch Guillaume war nur die Spitze des Eisbergs, hat Schwan herausgefunden. Es habe Tausende Stasi-Spitzel gegeben, die aus dem „Operationsgebiet BRD“ berichteten. Über Jahre hinweg hätten sie aktiv Fehlinformationen gestreut, um die westdeutschen Regierungen und führende Persönlichkeiten zu diffamieren, weiß er zu berichten.

Auch die Tätigkeit der DDR-Spione in Auswärtigem Amt und in militärischen Einrichtungen wird ausführlich untersucht.

Spionage hatte Konsequenzen

Die Spionage habe Konsequenzen gehabt, meint Schwan. Die Regierenden in der DDR seien aufgrund bestimmter Informationen den bundesdeutschen Politik-Partnern manchmal einen Schritt im Denken und Handeln voraus gewesen. Damit habe die DDR-Spitze ihre eigene deutsch-deutsche Politik strategisch besser planen und gestalten können.

Die Lesung beginnt um 20 Uhr. Bereits ab 18.30 Uhr besteht die Möglichkeit, sich kulinarisch auf den Abend einzustimmen. Karten kosten im Vorverkauf 12 Euro und an der Abendkasse 15 Euro. Reservierungen werden erbeten unter Telefon (05139) 9789050 und (0172) 4341092 oder per E-Mail an info@rautenkranz-kultur.de.

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