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Isernhagen Kunsthandwerkermarkt überzeugt mit Qualität
Umland Isernhagen

Isernhagen: Isernhagenhof: Kunsthandwerkermarkt überzeugt mit Qualität

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18:14 27.10.2019
Beim Kunsthandwerkermarkt im Isernhagenhof reihen sich die Stände dicht an dicht. Quelle: Sybille Heine
Isernhagen F.B

Kunsthandwerk ist in Zeiten industrieller Fertigung etwas Besonderes. Der Kunsthandwerkermarkt im Isernhagenhof, zu dem 40 Aussteller teils von weit her nach Isernhagen F.B. gekommen waren, lieferte eine gute Angebotsübersicht – die auch in diesem Jahr wieder viele Besucher auf der Suche nach einem ganz besonderen Stück nutzten. Sie erlebten ein Fest für alle Sinne: mit leuchtenden Farben, dem Duft nach frischem Holz und Woabong-Klängen, erzeugt auf einer Stahlzungen-Trommel.

Beim Kunsthandwerkermarkt im Isernhagenhof gab es an 40 Ständen wieder ein vielfältiges Angebot. Die Besucher hatten die Qual der Wahl und ließen sich Zeit beim Stöbern.

Die Veranstalter Michèle und Wolfgang Posorski haben für die Auswahl der Aussteller verschiedene Kriterien. „Die Kunsthandwerker sollen eine eigene Handschrift haben, und es soll nicht zu viele Anbieter aus einem Bereich geben. Das heißt, nicht zu viel Schmuck oder Kleidung“, erklärte Michèle Posorski. Ein Drittel der Aussteller sei stets zum ersten Mal in Isernhagen.

Diesmal öffnet kein Café auf der Empore

Wenig erfreut zeigten sich die Veranstalter darüber, dass Stefan Rautenkranz seinen Café-Betrieb diesmal nicht auf der Empore im Isernhagenhof anbot, sondern im fußläufig entfernten KulturKaffee Rautenkranz. „Den Besuchern hat es gefallen, ihren Kaffee im Ausstellungsraum zu genießen und die Atmosphäre von oben zu erleben“, sagte Michèle Posorski.

Stefan Rautenkranz begründete seine Entscheidung mit logistischen Herausforderungen. Es sei zu aufwendig, die ganze Gastronomie zu verlagern. Er könne im Isernhagenhof auch keinen Cappuccino anbieten.

Gespräche mit den Ausstellern beim Bummel über den Markt machten deutlich, wie sehr Kunsthandwerk Trends unterliegt. Caesar Kasimir Bessert zum Beispiel, der selbst gestaltete Federhalter und Füller anbot, befürchtet, dass sein Handwerk vom Aussterben bedroht ist, weil im Digitalzeitalter kaum noch jemand mit einem Füller schreibe. Ähnlich sieht es Buchbinderin Petra Baumann. „Handgefertigte Hefte wollen sich nur wenige leisten, weil Handschriften nicht mehr gefragt sind“, sagte sie.

Im Aufwind sieht sich dagegen Modistin Silke Toepfer, die Kopfbedeckungen aller Art herstellt. „Ich bin seit sechs Jahren selbstständig und bereue nichts. Hüte sind wieder im Kommen“, sagte sie.

Vollholz und Seidenmalerei sind gefragt

Am Stand von Hauke Borcherding, der zum ersten Mal in Isernhagen ausstellte, roch es würzig nach Holz. Gern beriet der Tischler das junge Besucherpaar Gina Nagel und Felix Sendrowski. „Wir verabschieden uns gerade von der Presspappe und haben Vollholz entdeckt. Es lebt und hält bei guter Pflege ewig“, erklärten sie ihr Interesse.

Immer gefragt ist die Seidenmalerei von Helga-Maria Lütje. Sie hält dem Kunsthandwerkermarkt in Isernhagen seit zwölf Jahren die Treue. Kundin Andrea Janszen war begeistert vom Farbenspiel einer strahlend blauen Seidenbluse – natürlich ein Unikat.

Für alle, die keine Zeit zum Stöbern hatten, besteht im Frühjahr wieder die Gelegenheit dazu. Dann öffnet der nächste Kunsthandwerkermarkt im Isernhagenhof seine Türen.

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