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Isernhagen Judith Schoppe wird die neue Diakonin in St. Nikolai in Kirchhorst
Umland Isernhagen Judith Schoppe wird die neue Diakonin in St. Nikolai in Kirchhorst
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07:09 12.04.2019
Judith Schoppe ist die neue Diakonin in der St.-Nikolai-Kirche Quelle: privat
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Kirchhorst

 Die ersten Kisten sind bereits gepackt. Diakonin Judith Schoppe bereitet ihren Umzug von Neustrelitz nach Kirchhorst vor. Am 1. Mai tritt die 30-Jährige ihre neue Stelle in der St.-Nikolai-Kirchgemeinde in Kirchhorst und Neuwarmbüchen an. Die dreifache Mutter hatte bislang bei der Nordkirche in Mecklenburg Vorpommern als Gemeindepädagogin und Referentin gearbeitet. Ihr Schwerpunkt sei immer die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewesen, berichtet die gebürtige Hannoveranerin, die nach elf Jahren nun wieder in ihre Heimat zurückkehrt.

Ihr Ziel: Generationen zusammenbringen

Bereits bei ihrem Vorstellungsgespräch in der St.-Nikolai-Kirchengemeinde stellte die junge Frau fest: „Dort gibt es keine Einzelkämpfer, sondern ganz viele engagierte Leute, die als Team helfen“, sagt Schoppe. Sie freut sich auf die Arbeit: Musik, Basteln und Theater – das liegt Schoppe. „Und ich bin gern mit Menschen zusammen“, sagt sie. Schoppe will in Kirchhorst erst einmal ankommen und dann mögliche Projekte initiieren. Ein Wunsch sei bereits an sie herangetragen worden: Die Generationen zusammenbringen.

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„Mit Schoppe haben wir die Idealbesetzung gefunden“, sagt Tesja Possienke, Vorsitzende des Fördervereins für Jugendliche und Kinder der St. Nikolai Kirchengemeinde (JuKi). Sie erfüllt laut Possienke die Stellenausschreibung voll und ganz. So sieht es auch Bodo Berger vom Kirchenvorstand: „Endlich ist die Position wieder besetzt.“ Schoppe soll künftig auch beim Konfirmandenunterricht assistieren und sich um die Kindergottesdienste kümmern.

Erstmals gibt es eine Vollzeitstelle

Der Kirchenvorstand St. Nikolai stellt offiziell die neue Diakonin ein. JuKi aber finanziert die Stelle – vorerst für zwei Jahre. Es ist das erste Mal, dass JuKi eine Vollzeitstelle mit Sponsorengeldern und Erlösen aus Veranstaltungen wie dem Kartoffelfeuer und Flohmärkten finanziert. Bis dato zahlte der Förderverein lediglich eine halbe Stelle. Für die volle Stelle sprechen laut JuKi zwei Gründe. Erstens falle bei der halben Stelle viel Zeit für vorbereitende Aufgaben weg. „Diese schreibt die Landeskirche vor, auf die wir kein Einfluss haben“, sagt Possienke. Ein anderer Aspekt, der JuKi dazu bewogen hat, einen Vollzeit-Job zu finanzieren, sind die in der Vergangenheit stets wechselnden und teilweise gleich wieder abspringenden Diakone gewesen. „Damit sind wir nicht richtig glücklich gewesen“, argumentiert Possienke. Eine halbe Stelle sei für die meisten Bewerber wenig attraktiv. „Deshalb haben wir aufgestockt.“

Diakon-Stelle war zwei Jahre lang vakant

Schoppes Vorgängerin war Nadine Steiner. Bereits vor zwei Jahren ging Steiner in Elternzeit– und seitdem war die Stelle vakant. Mittlerweile sei Steiner mit ihrer Familie weggezogen und habe die Stelle, die sie nach ihrer Erziehungszeit hätte wieder antreten können, freigegeben, berichtet Possienke. Während der Vakanz konnte JuKi Geld sparen. Somit ist die Finanzierung der Anstellung für zwei Jahre sicher. „Insgesamt 94.000 Euro investieren wir in den Arbeitsvertrag“, sagt Possienke. Wie es nach den 24 Monaten weiter gehen soll, steht noch nicht fest. „Bis dahin müssen wir wieder Geld generieren.“ JuKi habe regelmäßige Sponsoren, die „uns weiterhin wohl gesonnen sein werden“, hofft Possienke.

Von Katerina Jarolim-Vormeier