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Isernhagen Feuerwehreinsatz: Junge Eule steckt eine Woche im Schornstein fest
Umland Isernhagen

Isernhagen: Junger Kauz aus Schornstein gerettet

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08:02 23.11.2019
Abgemagert und erschöpft, aber sonst scheinbar unversehrt: Der junge Kauz ist gerettet. Quelle: privat
Isernhagen N.B

Abgemagert und müde, aber sonst wohlauf: Ein kleiner Waldkauz hat seinen einwöchigen Zwangsaufenthalt in einem Schornstein in Isernhagen N.B. recht gut überstanden.

Die Bewohner des Hauses Am Ortfelde hatten zwar schon vor Tagen Geräusche gehört. Sie dachten aber zunächst, dass diese von Fledermäusen herrührten. Als sie dann allerdings letztlich im Schornstein nachschauten, entdeckten sie dort den Waldkauz. „Ich gehe davon aus, dass es ein Jungtier ist und einfach tollpatschig war“, sagt Claudia Mithöfer, Obfrau für Greifvogel und Eulen-Schutz der Jägerschaft Burgdorf. Vermutlich sei das Tier deshalb in den Schornstein gefallen.

Laut Mithöfer kommt so etwas gar nicht so selten vor. Allerdings fielen die Tiere meistens nach ganz unten durch und würden so schnell entdeckt. „Dieser Kauz ist allerdings im Schornstein hängen geblieben.“

Um den Waldkauz zu befreien, entschied sich der Schornsteinfeger am Freitag dazu, das Tier von unten nach oben heraus zu schieben. Stück für Stück ging es für den Kauz so aufwärts. Auf dem Dach nahm ihn die alarmierte Feuerwehr in Empfang und übergab ihn am Boden dann der fachkundigen Eulen-Obfrau. „Sein komplettes Gefieder ist heil geblieben. Nur nach Schornstein hat er gestunken“, so Mithöfer.

Waldkauz ist auf dem Weg der Besserung

Ansonsten hat der junge Waldkauz die Strapazen einigermaßen gut überstanden. „Er ist nur total schlapp und abgemagert.“ Um ihn wieder aufzupäppeln, nahm Mithöfer das Tier in einem Karton mit, flößte ihm Flüssigkeit ein und fütterte ihn. Am Freitagnachmittag konnte er auch schon wieder in seinem Karton hin- und hertapsen, döste zwischendurch aber auch immer wieder ein. „Das der noch so drauf ist, ist echt ein Wunder“, meinte die Jägerin. Sie vermutet: „Wahrscheinlich hatte er sich vorher gerade dick und rund gefressen.“

Bis Sonnabendnachmittag soll der junge Kauz nun noch bei Claudia Mithöfer bleiben, dann darf er zurück in die Natur – nicht ohne zuvor noch einmal kräftig gegessen zu haben. „Damit er gestärkt ist“, wie Mithöfer meinte. Ein Kämpfer ist der junge Kauz allemal.

Eine Woche lang hatte ein junger Waldkauz in einem Schornstein in Isernhagen festgesteckt. Dann gelang die Rettung.

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Von Lisa Otto

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