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Isernhagen Klimaschutz: Kitas und Schulen erhalten 3000 Euro
Umland Isernhagen

Isernhagen: Kitas und Schulen erhalten 3000 Euro bei Projekt „Mitgedacht & mitgemacht“

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16:07 14.11.2019
Isernhagens erste stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Müller (rechts) mit Gülsah Dogay (links) und Jutta Fuchs von der Kita Neuwarmbüchen. Quelle: Gemeinde Isernhagen
Isernhagen

Als ein Lehrer vor dem Rathaus in Altwarmbüchen eine Packung mit Süßigkeiten öffnet, schauen ihn die Schüler entsetzt an. „Die sind ja alle einzeln in Plastik verpackt“, schimpft ein Mädchen. „So etwas können Sie doch nicht kaufen“, echauffiert sich ein Mitschüler. Der Lehrer blickt schuldbewusst auf die Leckerei und steckt die Tüte schnell wieder in die Tasche, ohne zu naschen. Anschließend geht es geschlossen zur Prämierung beim Projekt „Mitgedacht & mitgemacht – Isernhagener Schulen und Kitas sparen Energie“ ins Rathaus.

Zehn Schulen und Kitas erhalten insgesamt 3000 Euro

Vertreter von zehn teilnehmenden Einrichtungen haben am Mittwochnachmittag die Preise aus der Hand der stellvertretenden Bürgermeisterin Sabine Müller entgegengenommen. Insgesamt wurden 3000 Euro auf die Schulen und Kitas verteilt. Das Geld stammt in diesem Jahr erstmals aus dem Haushalt der Gemeinde. Drei Jahre lang war das Projekt zuvor vom Bundesumweltministerium gefördert worden. Der Rat der Gemeinde hatte sich im September für die Fortführung ausgesprochen.

Dirk Schneemann von der Abteilung Umwelt und Grün der Gemeinde zeigte sich von den vorgestellten Maßnahmen begeistert: „Klimaschutz ist nicht nur angekommen, er wird von den Kindern gelebt.“ Christiane Dietrich vom Kooperationspartner Klimaschutzagentur erachtet es als „megawichtig, dass die Kinder und Schüler sich einbringen“. Für die Diplom-Wirtschaftsingenieurin sind die Schüler gute Multiplikatoren, um auch die Eltern zu erreichen. „Sie tragen das Gelernte nach Hause. Kinder können manchmal ziemlich rigoros sein, wenn sich die Eltern nicht so umweltbewusst verhalten. Die Erwachsenen reagieren manchmal genervt“, sagte sie lachend.

Kitas befassen sich mit Themen wie Müll und Energie

Die jeweilige Höhe des Preisgeldes richtete sich nach einer speziellen Aufschlüsselung. Für jedes Kind erhielten die Einrichtungen einen Grundbetrag von 10 Cent. 2 Euro folgten pro erhaltenem Punkt von der Jury der Klimaschutzagentur. So bekam die Kita Neuwarmbüchen, die seit Projektbeginn dabei ist, 427 Euro. 355 Euro gingen an das Familienzentrum St. Margarete, bei dem das Thema Recycling im Mittelpunkt stand. Die Kita Isernhagen H.B. bekam 300 Euro, sie widmete sich speziell dem Aspekt Müll. 131 Euro erhielt die Kita Kunterbunt aus N.B. für das behandelte Thema Energie.

Die Schüler und Lehrer der Grundschule Neuwarmbüchen sind aktive Energiemanager und sammeln jährlich Müll. Dafür gab es 469 Euro. Die Friedrich-Dierks-Grundschule hat das Thema Umweltschutz in der Schulordnung verankert. Der Lohn: 420 Euro. Die IGS Isernhagen bietet AG zu „Global Goals“ und „Plant for the Planet“ an und bekam dafür 300 Euro. „Wir möchten Schüler animieren, nachhaltig zu denken“, sagte der stellvertretende Schulleiter Ulf Linxweiler. Eine Klima-AG besteht am Gymnasium Isernhagen, das 267 Euro erhielt. In der Realschule Isernhagen (225 Euro) beschäftigen sich Schüler mit dem ökologischen Fußabdruck und nehmen am Stadtradeln teil. In der Grundschule Kirchhorst (217 Euro) wird im Alltag unter anderem auf Mülltrennung, Stoßlüften und doppelseitiges Kopieren geachtet.

Für die Kirchhorster Kinder hatte der am Abend tagende Ortsrat eine besondere Überraschung parat: Auf Anregung von Ortsbürgermeister Herbert Löffler werden die Politiker das Preisgeld als Anerkennung um weitere 217 Euro auf die dann doppelte Summe aufstocken.

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Von Mark Bode

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