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Isernhagen Kreis der Nachtflug-Gegner erweitert sich
Umland Isernhagen Kreis der Nachtflug-Gegner erweitert sich
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13:45 20.11.2018
Sprecher Dieter Poppe (Bild Mitte) informiert 60 Interessierte über das weitere Vorgehen der Gruppe „Besser ohne Nachtflug - Hannover Airport“. Quelle: Jarolim-Vormeier
Isernhagen H.B

Die Hitze hatte den Flughafen Langenhagen kurzfristig lahmgelegt, weil sich die Betondecke der zurzeit einzigen Start- und Landebahn angehoben hatte. „In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war Ruhe“: So reagierte Dieter Poppe, Sprecher der Gruppe „Besser ohne Nachtflug – Hannover Airport“ (BON-HA), bei einer Informationsveranstaltung am Mittwochabend auf die vorangegangene elf Stunden lange Sperrung des Flughafens

Genau diese Ruhe in der Nacht, das wurde in der Vereinsgaststätte des TSV Isernhagen deutlich, ist das Ziel: „Wir wollen ein Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr erreichen“, informierte Poppe die 60 Besucher, die wegen der Temperaturen im Vereinsheim reichlich ins Schwitzen gerieten, über die Planungen der Gruppe. Das Zeitfenster sei aber knapp. Denn 2020 läuft die bisherige Nachtflugregelung des Flughafens aus, die Beratungen über die Zukunft fangen im Januar 2019 an. Gegen eine Fortschreibung der jetzigen Regelung will BON-HA klagen. Abzielen soll die Klage auf gesundheitliche Aspekte, die durch den ständig zunehmenden Fluglärm beeinträchtigt seien, erklärte Poppe. In seinen Augen ist das ein Aspekt, der zu knacken sei, trotz der wohl nur verbleibenden sechs Monate.

Für dieses Vorhaben benötigt die Gruppe Rechtsanwälte. „Das müssen schon Top-Juristen sein“, sagte Poppe - weil das Ministerium als Genehmigungsbehörde wohl bis in die letzte Instanz gehen werde. Dafür brauchen die Akteure auch Geld, Poppe schätzt rund 50.000 Euro.

In seinem Vortrag streifte er anhand von Zahlen auch über die derzeitige Fluglärmbelastung . Er informierte die Interessierten über das weitere Verfahren von BON-HA, ein Zusammenschluss von Einzelakteuren und Bürgerinitiativen gegen Fluglärm aus Burgdorf, Garbsen, Isernhagen und Langenhagen. Poppe stellte während der Versammlung erfreut fest: Auch Initiativen gegen den Fluglärm aus der Wedemark und Hemmingen seien nun neu dazu gestoßen. „Unser Kreis hat sich jetzt vergrößert“, stellte Poppe fest. Zu der Ost-West-Achse sei nun auch die Südachse dazu gekommen.

Gleichwohl machte er deutlich, dass noch wesentlich mehr Mitstreiter benötigt werden. Er sprach von sogenannten Multiplikatoren, die die Idee des Zusammenschlusses an Nachbarn oder Anliegern weitertragen. Um noch mehr auf sich aufmerksam zu machen, ist jetzt eine Broschüre in einer Auflage von 10.000 Stück aufgelegt worden. Einen großen Teil der Flyer haben die Besucher der Informationsveranstaltung mitgenommen, um sie in die Briefkästen in ihrer Nachbarschaft zu werfen. Gleichzeitig schlug eine Besucherin vor, Infostände auf Wochenmärkten oder auf frequentierten Plätzen aufzustellen. „Wir haben ein Ziel, und die Zeit ist knapp“, sagte die Frau. „Und wir brauchen Geld“.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.bon-ha.de.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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