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Isernhagen Vereine können sich Absperrmaterial ausleihen
Umland Isernhagen

Isernhagen: Kulturtresen verleiht Absperrungen

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17:35 03.01.2020
Heiko Weichert (links) und Klaus Nitschke vom Kulturtresen Altwarmbüchen suchen für die Unterbringung des Absperrmaterials, das alle Vereine Isernhagens ausleihen können, einen passenden Lagerraum. Quelle: Sandra Köhler
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Altwarmbüchen

Gute Nachricht für alle Isernhagener Vereine und Verbände, die Veranstaltungen unter freiem Himmel organisieren: Sie müssen künftig nicht mehr auf die kostenpflichtigen Dienste professioneller Firmen zurückgreifen, die Absperrungen verleihen. Stattdessen können sie das nötige Equipment über den Verein Kulturtresen Isernhagen ausleihen. Der Vorsitzende Heiko Weichert und seine Mitstreiter haben sich dazu bereit erklärt, die Vergabe der Baken, Gitter, Halteverbotsschilder und Lampen – allesamt Gemeindeeigentum – zu organisieren. Zur Unterbringung suchen sie jetzt allerdings einen passenden Lagerraum.

„Kurz vor dem Moorfest haben wir erfahren, dass die Auflagen, besonders für die Absperrungen, im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verschärft wurden“, erläutert Weichert, wie alles ins Rollen kam. Auch in Zukunft, erhielt der Verein zur Auskunft, würden diese verschärften Auflagen für alle Freiluft-Veranstaltungen in der Gemeinde Isernhagen gelten.

Ähnlich war es bereits den Organisatoren des Isernhagener Schützenfestes ebenfalls im Sommer gegangen: Diese hatten eigenen Angaben nach extrem kurzfristig erfahren, dass sie die Halteverbotsschilder für die Hagenstraße selbst organisieren müssen – und die Ausleihe mit 750 Euro teuer bezahlen. Der Grund dafür: Der Bauhof der Gemeinde darf nicht tätig werden, weil er sonst in Konkurrenz zu Firmen tritt, die damit ihr Geld verdienen. An den Vorschriften selbst sei nicht zu deuteln, sagt Weichert: „Das ist rechtens.“

Gemeinde gibt Darlehen, Rat will Vereine unterstützen

Also holte der Kulturtresen Angebote für Absperrmaterial ein. Es stellte sich heraus, das es ökonomischer war, dieses nicht zu leihen, sondern gleich zu kaufen. „Das Leihen sollte 2300 Euro kosten. Bezahlt haben wird jetzt 7500 Euro.“ Da der Verein sich außerstande sah, diese Summe in der Kürze der Zeit aufzubringen, nahm Weichert Kontakt mit Bürgermeister Arpad Bogya auf.

Die Gemeinde gewährte dem Verein daraufhin ein Darlehen in Höhe der Kaufsumme, welches dann im Dezember per einstimmigen Ratsbeschluss in eine Zuwendung umgewandelt wurde. Und zwar unter der Bedingung, dass das Material ins Eigentum der Gemeinde übergeht und von allen örtlichen Vereinen und Organisationen genutzt werden kann. Dafür übernimmt der Kulturtresen die Ausleihe und die Lagerung.

„Die Open-Air-Saison beginnt ja erst im Mai. Bis dahin haben wir die Modalitäten abgestimmt“, kündigt Weichert an. Auf jeden Fall wolle der Kulturtresen quasi als Service eine Broschüre mit einer Anleitung dafür erstellen, wie die Absperrungen korrekt aufgebaut werden. Liefern könne der Verein das Material allerdings nicht. „Das muss bei uns abgeholt werden.“ Noch Kopfzerbrechen bereitet dem Kulturtresen allerdings die Unterbringung der Gegenstände. „Wir haben kurzfristig eine Garage in Altwarmbüchen angeboten bekommen. Aber das ist nur eine Zwischenlösung“, sagt Weichert. Der Verein sucht nach einer Alternative.

Neuer Lagerraum wird gesucht

60 bis 100 Quadratmeter groß sollte der gewünschte Lagerraum sein. Dazu ebenerdig, damit „man die schweren Paletten mit einem Hubsteiger bewegen kann“, sagt der Kulturtresen-Chef. „Und trocken muss der Raum sein“, ergänzt Vorstandsmitglied Klaus Nitschke. Denn nicht nur das von der Gemeinde angeschaffte Absperrmaterial will der Kulturverein aus Altwarmbüchen dort unterbringen, sondern auch eigenes Equipment. „Aktuell haben wir drei verschiedene Unterstellorte. Das ist nicht optimal“, sagt Weichert. Wer etwas Entsprechendes anzubieten hat, kann unter Telefon (0511) 614320 sowie per E-Mail an info@kulturtresen.de mit dem Verein Kontakt aufnehmen.

Übrigens: Auch Menschen, die sich ehrenamtlich beim Kulturtresen engagieren wollen, können sich dort melden. „Wir suchen noch Leute, die uns beim Transport helfen. Aber auch solche, die bei den Veranstaltungen dabei sind, die Gäste betreuen und sich um das Essen kümmern“, sagt Weichert hoffnungsvoll.

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Von Sandra Köhler

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