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Isernhagen Miroslav Nemec gastiert mit Band im Isernhagenhof
Umland Isernhagen Miroslav Nemec gastiert mit Band im Isernhagenhof
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13:45 17.01.2019
Die Miro-Nemec-Band gastiert am 2. Februar im Isernhagenhof. Quelle: privat
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Isernhagen F.B

Seine Leidenschaft für Musik will Miroslav Nemec – den meisten Isernhagenern sicherlich als Tatort-Kommissar Ivo Batic bekannt – bei einem Konzert am Sonnabend, 2. Februar, unter Beweis stellen. Er gründete das Ensemble im Jahr 1996 anlässlich eines Benefizkonzerts zugunsten des Kriegswaisenvereins „Hand in Hand“.

Miroslav Nemec kam im Alter von zwölf Jahren nach der Scheidung seiner Eltern aus Zagreb nach Freilassing, wo er bei Adoptiveltern aufwuchs. Nach dem Abitur entschied er sich für ein Musikstudium am Mozarteum in Salzburg mit dem Schwerpunkt klassisches Klavier. Dem Abschluss als Fachlehrer für Musik folgte die Ausbildung an der Schauspielakademie in Zürich. Nach zahlreichen Theater-Engagements in Köln, München und Frankfurt bekam Miroslav Nemec 1987 seine ersten Fernsehrollen. Er spielte in Fernsehserien wie „Die Wiesingers“, „Der Alte“, „Derrick“ und „Liebling Kreuzberg“ bis ihm mit der Rolle des bayrischen Tatort-Kommissars schließlich der Durchbruch gelang.

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Trotz des Erfolges als Schauspieler hat ihn seine Leidenschaft für die Musik nie losgelassen. Während des Balkonkriegs in den 1990-er Jahren engagierte er sich für die Kriegswaisen, indem er unterschiedliche Benefizkonzerte gab und mit Veranstaltungen zugunsten des Vereins mit Schauspielern wie Veronica Ferres und Christine Neubauer organisierte. „Wir haben ein Kinderdorf aufgebaut, unterstützt und besucht“, sagt Nemec.

Die Faszination für die Rockmusik hält bei ihm und seinen sieben Bandkollegen Wolfgang Fickenscher (Schlagzeug, Backvocals), Stefan Griesshammer (Bass), Stephan Erl (Keyboard, Klavier, Gesang), Markus Hager (Gitarre, Gesang), Giuseppe Murianni (Gitarre), Christian Felke (Saxophon, Querflöte, Percussion, Backvocals) und Uli Saalfrank (Gitarre, Percussion, Gesang) bis heute an – vor allem die Klassiker der Sechziger bis zu den Achtzigern. „Mitreißend arrangiert prägt diese Musik den Stil der Band“, heißt es in der Ankündigung. Und mit seiner Bühnenpräsenz will Nemec dem Publikum einen unvergesslichen Abend bescheren und verspricht eine unbändige Spielfreude und Leidenschaft aller acht Musiker.

Das Konzert der Miro-Nemec-Band beginnt am Sonnabend, 2. Februar, um 20 Uhr im Isernhagenhof. Karten kosten im Vorverkauf 38 Euro, an der Abendkasse 43 Euro. Vorverkaufsstellen sind C. Böhnert in Burgwedel und Isernhagen HB sowie das TUI ReiseCenter in Altwarmbüchen. Kartenvorbestellungen sind in der Geschäftsstelle des Isernhagenhof Kulturvereins unter Telefon (05139) 894986 oder per E-Mail info@isernhagenhof.de möglich.

„Der Funke soll zu den Isernhagenern überspringen“

Mit seiner gleichnamigen Band gastiert Tatort-Kommissar Miroslav Nemec im Isernhagenhof – vor seinem Auftritt spricht er mit Redaktionsleiterin Antje Bismark über norddeutsches Publikum, kleine Bühnen und singende Fernsehkollegen.

Tatort Isernhagen“: So titelt der Veranstalter Ihr Konzert. Wie viel Tatort steckt denn wirklich drin?

Gar keiner. Natürlich kennen die meisten Zuschauer mich mit meinem Namen, meinem Gesicht und meiner Mimik aus dem Tatort, aber die Serie selbst findet sich in dem Programm nicht wieder.

Enttäuscht das Ihre Zuhörer?

Einige mögen im Vorfeld vielleicht sagen: Ach Gott, jetzt singt der auch noch. Aber wenn sie dann im Konzert sind und mich auf der Bühne singen hören, sind sie positiv überrascht. Denn im Tatort singe ich nicht, das haben wir damals den Hamburger Kollegen überlassen. Dabei ist die Musik ja der Beruf, den ich einmal erlernt habe.

In Isernhagen erwartet Sie eine kleine Bühne. Ist das eine besondere Herausforderung?

Wir spielen vor 300 Besuchern genauso gern wie vor gut 10.000 wie in Bamberg mit den Backstreet Boys. Der Vorteil bei den kleinen Bühnen liegt in der Nähe zum Publikum, die sich automatisch einstellt, wenn man auf engem Raum musiziert. Die Zuschauer sehen uns genau, und sie sind für uns wiederum nicht anonym.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Publikum in Niedersachsen und dem in Bayern?

Ich habe schon längst festgestellt – auch bei einer Buchlesung mit meinem Kollegen Udo Wachtveitl –, dass das Klischee der verhaltenen Norddeutschen nicht zutrifft. Sie sind nicht zurückhaltender als die Menschen im Süden der Republik oder auch in anderen Ländern, in den wir aufgetreten sind. Vielmehr macht es die Mischung des Publikums aus, dass der Funke überspringen kann und die gute Laune sich dann hochschaukelt.

Was kann das Isernhagener Publikum von Ihrer Band erwarten?

Jede Menge bekannte Coversongs von den Beatles über Rio Reiser bis hin zu bosnischen und kroatischen Volksliedern, die eigene Arrangements haben, aber auch Eigenkompositionen. Mir ist wichtig, dass wir den Zuhörern einen anderen Sound bieten, als sie im Kopf haben.

Und was erwarten Sie vom Isernhagener Publikum?

Vor allem erst einmal, dass es zu uns kommt. Und mein großer Wunsch ist, dass wir die Menschen mit unserer Musik anstecken. Dass sie mitsingen. Und dass wir gemeinsam eine gute Zeit haben werden.

Von Antje Bismark