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Isernhagen Gartenbesitzer öffnen ihre Pforten für Besucher
Umland Isernhagen

Isernhagen: Offene Pforte: Gartenbesitzer zeigen ihr Refugium

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16:00 21.05.2019
Ein idyllisches Fleckchen Natur nennt Ulrich Schmidt sein Eigen. Quelle: Sandra Köhler
Altwarmbüchen

 „Wir haben viele Orte der Offenen Pforte besucht und uns dadurch inspirieren lassen. Jetzt möchten wir etwas davon zurückgeben“, sagt Ulrich Schmidt. Der Altwarmbüchener und seine Frau Marion beteiligen sich auch in diesem Jahr an der Aktion der Region Hannover. Am Sonnabend, 22. Juni, öffnen sie von 14 bis 18 Uhr ihr Gartenparadies am Franz-Steinecke-Weg 18 für Besucher.

Naturnah und ökologisch bei der Offenen Pforte

20 Jahre lang leben der aus Thüringen stammende Schmidt und seine Frau inzwischen in Altwarmbüchen. In dieser Zeit haben sie das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück an ihrem Eigenheim zu einem idyllischen Refugium für Mensch und Tier gemacht. Ein naturnaher Hausgarten ist es, nahe am Landschaftsschutzgebiet gelegen. Die Schmidts hatten zuvor in der List gewohnt und lange nach einem schönen Haus mit einem möglichst großen Garten gesucht. „Als wir hier vorfuhren zur Besichtigung, wusste ich gleich, das ist es“, erinnert sich Ulrich Schmidt. Bei der Umgestaltung hat sich das Paar unter anderem von der chinesischen Harmonielehre Feng-Shui inspirieren lassen und deshalb den Eingang zum Garten ein Stück zur Seite verlegt – vorher befand er sich frontal zur Haustür. „Man muss nicht alles ganz streng sehen, aber kann ja das Beste für sich herausziehen“, sagt der Hausherr. Die angestrebte Harmonie strahlt der Garten mit seinen Wegen und Terrassen aus Naturstein, seinen Findlingen und Trockenmauern jedenfalls aus.

An der Offenen Pforte 2019 beteiligen sich 156 Gärten in der Region Hannover. Drei von ihnen gibt es in Isernhagen zu entdecken: einen Bauerngarten, einen naturnahen Garten und einen voller Rosen.

Am Eingang empfängt den Besucher ein von Rosenstöcken und einer Lavendelhecke gesäumter Weg und leitet ihn vorbei an traumhaft blühenden Rhododendronbüschen in den nächsten Gartenraum. „Wir wollten verschiedene Sichtachsen schaffen“, sagt Ulrich Schmidt. Das ist dem Paar gelungen. Hinter jeder Ecke wartet eine neue Überraschung. Auf einer Wiese stehen Obstbäume und Beerensträucher, von denen die Vögel und andere Tiere zum Leidwesen der Besitzer das meiste naschen. In den üppigen Hainbuchenhecken tobt das Leben, dort haben zahlreiche Vögel einen Rückzugsort gefunden. Eichhörnchen tummeln sich mitunter sogar unter dem Terrassentisch.

Wöhler-Dusche-Hof öffnet Bauerngarten, Silke Rex zeigt Rosenträume

Der Verein Nordhannoversches Bauernhausmuseum auf dem Wöhler-Dusche-Hof, Am Ortfelde 40 in Isernhagen N.B., führt Besucher am 23. Juni und 14. Juli bei der Aktion Offene Pforte durch seinen Bauerngarten. An diesen Tagen – sowie an jedem weiteren Sonntag bis zum Erntedankfest jeweils von 11 bis 17 Uhr – kann der einem Klostergarten nachempfundene Bauerngarten mit seinen Gemüse-, Arznei- und Heilpflanzen sowie Blumen, Stauden und Sträuchern besichtigt werden. Dafür sind Anmeldungen bei der Vorsitzenden Ute Schaumann nötig – entweder per Telefon unter (05139) 6827 und (0152) 54730920 oder per E-Mail an bauernhausmuseum-isernhagen@t-online.de.

Der Garten auf dem 400 Jahre alte Hof wurde 1993 angelegt. Charakteristisch ist die Anlage wegen ihrer sich kreuzenden, mit Buchsbaum eingefassten Hauptwege, die den Garten in vier Bereiche gliedern: Kräutergarten, Staudenbeet, Gemüsegarten und Rosenrondell. Besucher erwartet zudem selbst gebackener Kuchen im Kaffeegarten. Der Museumsverein ist unter Telefon (0160) 95118850 sowie per E-Mail an bauernhausmuseum-isernhagen@t-online.de zu erreichen.

Einen romantischen Garten mit unzähligen Rosen, charmant am Waldrand gelegen, nennt Silke Rex aus dem Erlenweg 4 in Altwarmbüchen ihr Eigen. Sie öffnet ihn am Sonntag, 2., und Sonnabend, 8. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr für interessierte Gartenfreunde. Den Schwerpunkt auf 1200 Quadratmetern bilden historische und englische Rosen, die von farblich abgestimmten Stauden flankiert werden. Kletterrosen umranken Veranda, Säulen und Spaliere. Von verschiedenen Sitzplätzen aus lässt sich die Blütenpracht genießen, das Plätschern am Wasserbecken und der Kaskadenwasserfall sorgen für Entspannung. Wichtig: Besucher sollen nicht auf dem Wendehammer des Erlenwegs parken.

Im Kräuterbeet ziehen die Schmidts zahlreiche Gewürz- und Heilpflanzen, darunter verschiedene Minzearten, Wermut, aber auch Jiaogulan, das sogenannte Unsterblichkeitskraut. Fenchel und Brennnesseln kultiviert der Altwarmbüchener ebenfalls: „Die getrocknet und gemischt, das gibt den besten Tee.“ Beinwell und Frauenmantel leuchten mit Zier- und Blühsträuchern sowie Blumen um die Wette. „Hier blüht es das ganze Jahr hindurch“, sagt Ulrich Schmidt schon ein wenig stolz. Ökologisch gärtnern, das ist dem Hausherrn immens wichtig. Deshalb düngt er auch ausschließlich mit Pflanzenjauche, die er selbst ansetzt mit Brennnesseln oder Zinnkraut.

Bienen wohnen am Teich in Altwarmbüchen

Ein weiteres Steckenpferd von Ulrich Schmidt sind Bienen. „Ich wusste schon früh, dass ich mal welche haben werde. In meiner Familie imkern wir seit drei, vier Generationen.“ Vier Völker besitzt er – und die haben ebenfalls ihren Platz im Garten gefunden, gleich hinter dem Teich mit Seerosen und Fischen. Auf den und seinen Quellstein mag Schmidt nicht verzichten: „Ich komme aus Thüringen, bin ein Kind der Berge. Da wollte ich einen Wasserlauf mit Teich.“

Von Sandra Köhler

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