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Isernhagen Politik kämpft für Tempo 30 am Blocksberg
Umland Isernhagen Politik kämpft für Tempo 30 am Blocksberg
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14:38 07.09.2018
Die Isernhagener Politik fordert, dass die Verwaltung Wege sucht, wie das Tempolimit auf der Straße Blocksberg auch weiterhin Bestand haben darf. Quelle: Gabriele Gerner
Altwarmbüchen

Isernhagener Politiker wollen sich mit dem drohenden Aus für die Tempo-30-Regelung auf der Straße Blocksberg in Altwarmbüchen nicht abfinden – und auch auf der Facebook-Seite der HAZ Isernhagen wird die Nachricht heiß diskutiert, die die Gemeinde am Dienstagabend im Ortsrat bekannt gegeben hatte.

Wie wichtig das Tempolimit auf der Verbindungsstrecke zwischen Stadtbahn-Endhaltestelle und dem Fachmarktzentrum an der Opelstraße manchem ist, macht die Äußerung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Helmut Lübeck deutlich: Man werde „Himmel und Hölle in Bewegung setzen“, um Tempo 30 auf dem Blocksberg zu behalten. „Endlich haben wir dort Ruhe. Da kann das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Zur Not müssen wir die Straße halt umbauen“, fordert der Altwarmbüchener.

In die gleiche Richtung äußerte sich am Donnerstagabend im Bauausschuss Herbert Löffler (SPD): Seine Fraktion bitte ausdrücklich darum, dass die Gemeindeverwaltung die Regelung „nicht einfach in vorauseilendem Gehorsam“ kippe. Stattdessen müsse das Rathaus prüfen, auf welchem Weg man es bei Tempo 30 belassen könne. Vermutlich wird die Politik dies jetzt schnell fraktionsübergreifend beantragen. „Tempo 50 auf dem Blocksberg wäre fatal“, ist Löffler überzeugt – er sei selbst sogar schon von einem Schnellfahrer in einem der Minikreisel überholt worden.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein Bürger, der sich im Rathaus über das seiner Meinung nach fälschlicherweise angeordnete Tempolimit auf dem Blocksberg beschwert hatte. Bei der Überprüfung hatte das Ordnungsamt dann – wie schon vor der Anordnung des Tempolimits auf Bitten vieler Anwohner Ende 2016 – die Polizei involviert, diesmal allerdings den Verkehrsfachmann der Polizeiinspektion Burgdorf. Dieser sieht, offenbar anders als seine Kollegen damals, das Tempolimit im starken Widerspruch zu den Regelungen der Straßenverkehrsordnung.

Die vorhandene Mittelstreifen-Markierung auf dem Asphalt ist laut des Isernhagener Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen dabei das kleinere Problem. Wesentlicher sei die Tatsache, dass links und rechts des Blocksbergs keine direkte Bebauung steht. Die Häuser des Vogelviertels trennt ein Wall von der Straße, zum Neubaugebiet Wietzeaue hin erstreckt sich ein breiter Grünstreifen. Stand jetzt müsse deshalb die Tempo-30-Regelung auf dem Blocksberg zurückgenommen werden. Neue 30er-Schilder würden dann an den Zufahrten zur Wietzeaue aufgestellt.

Auf der Facebook-Seite der HAZ Isernhagen treffen Kommentare von Tempo-30-Verfechtern und -Gegner aufeinander. Während ein Nutzer beispielsweise befürchtet, dass bei erlaubtem Tempo 50 viele wieder mit 70 Kilometern pro Stunde über den Blocksberg jagten, freut sich eine andere über das drohende Aus für das Tempolimit: „Dieses Geschleiche dort war nur grausig!“

Von Frank Walter

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