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Isernhagen Tatort-Kommissar Miroslav Nemec rockt den Isernhagenhof
Umland Isernhagen Tatort-Kommissar Miroslav Nemec rockt den Isernhagenhof
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15:38 03.02.2019
Ganz nah am Publikum: Miro Nemec auf der Bühne des Isernhagenhofs. Quelle: Thomas Böger
Isernhagen FB

Die Band – schwarzer Anzug, weißes Hemd – wird mit freundlichem Applaus auf der Bühne des Isernhagenhofs begrüßt und startet mit dem Beatles-Song „While my Guitar Gently Weeps“. Aber wo ist der Star des Abends? Doch da kommt er schon mit einem Sprung mitten ins Geschehen: Lockere Hose, offenes kurzärmeliges Hemd über dem weißen T-Shirt, in der Hand ein Tambourin. Miroslav Nemec legt gleich richtig los und nimmt das überwiegend ältere Publikum mit auf die Reise in eine rockige Vergangenheit. Auf die Beatles folgt ein Steamhammer-Blues aus den Siebzigerjahren und eine Hommage an Joe Cocker – auch wenn dessen Song „The Letter“ eigentlich von The Box Tops stammt, die damit 1967 ganze 15 Wochen in den US-Charts standen.

Viele Besucher kennen ihn als Kommissar Ivo Batic

Vielen der etwa 120 Besucher ist Miroslav Nemec besser bekannt als der Münchner Tatort-Kommissar Ivo Batic. Dabei hat der 1954 in Zagreb geborene, aber schon mit zwölf Jahren nach Bayern übergesiedelte Deutsch-Kroate gar nicht – wie etliche seiner Kollegen – erst als Schauspieler angefangen zu singen. Schon mit 15 Jahren gründete er an seinem Gymnasium in Traunstein eine Schülerband. Später studierte er am Mozarteum in Salzburg klassisches Klavier und machte einen Abschluss als Fachlehrer für Musik. Erst danach ging er an die Schauspielakademie in Zürich.

Der Kommissar kann auch sanfte Töne: Miro Nemec alias Ivo Batic. Quelle: Thomas Böger

Die siebenköpfige Begleitband hält sich optisch zurück, überlässt ihrem Frontman die Show, die Nemec jedoch nicht übertreibt: mal ein Anspiel für einen Solisten, mal die Aufforderung zum Mitklatschen, mal ein Sprung in die Luft zum Abschluss eines Stücks. Manche Songs sind auch wenig geeignet für wilde Bewegung, etwa Rio Reisers „Junimond“. Etwas temperamentvoller geht es bei zwei Liedern zu, die der gebürtige Kroate aus seiner Heimat mitgebracht hat – „etwas umarrangiert“, wie er schmunzelnd sagt. Und tatsächlich sind aus den Volksliedern Rocknummern geworden, die von der einst weißen Stadt Zagreb erzählen, und von Bosniern, die angeblich immer mit zwei Mänteln aus der Oper zurückkommen.

„Sie können die Stühle hinter sich werfen“

Nemec habe schon bei der Vorbesprechung darum gebeten, Platz zum Tanzen freizuhalten, berichtet Andreas Fingberg-Strothmann, Vorsitzender des Isernhagenhof-Kulturvereins. Doch zu Beginn traut sich niemand zu tanzen, alle nehmen brav auf den Stühlen Platz. Das ändert sich zunächst auch nicht, obwohl die Band mehrfach mit schrägen Sprüchen für eine Auflockerung plädiert: „Sie können im Sitzen tanzen, aber auch die Stühle nach hinten werfen!“ Die Aufforderungen haben Erfolg –allerdings erst nach der Pause.

Das Interview, das Miroslav Nemec vor seinem Auftritt der HAZ gegeben hat, lesen Sie hier.

Mit Gitarre und großer Geste: Miro Nemec kann nicht nur singen. Quelle: Thomas Böger

Von Thomas Böger

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