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Isernhagen Klärschlamm und Fluglärm: Diese Themen bewegen den Umweltschutzverein
Umland Isernhagen

Isernhagen: Umweltschutzverein berichtet beim Jahresempfang über seine Arbeit

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06:22 25.02.2020
Heidrun Lemke berichtet über eine Alternative zur geplanten Klärschlammverbrennungsanlage auf der Mülldeponie Lahe. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Isernhagen F.B

Wo steht der Umweltschutzverein Isernhagen bei seinen Bemühungen um mehr Ruhe am Nachthimmel und gegen die geplante Klärschlammverbrennung auf der nahen Deponie in Hannover-Lahe? Rund zwei Dutzend Mitglieder und andere Interessierte haben sich beim Jahresempfang des Vereins am Sonnabend informiert.

Umweltschutzverein kämpft mit BON-HA gegen Nachtflüge

Der Arbeitskreis Fluglärm des Umweltschutzvereins hatte sich der Bürgerinitiative „Besser ohne Nachtflug Hannover Airport“ (BON-HA) angeschlossen. Das gemeinsame Ziel ist ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Mittlerweile hat das Wirtschaftsministerium die Nachtflugregelung um weitere zehn Jahre verlängert. Allerdings sollen die lautesten Flugzeuge Hannover nachts nicht mehr anfliegen dürfen.

 „Aktuell sind die Flugbewegungen sehr schwach“, berichtete Karl-Heinz Figiel, Sprecher des Arbeitskreises. Die Zahl der Flüge werde sich aber in den Sommermonaten wieder deutlich erhöhen. Um die Forderung nach gesundem Nachtschlaf durchzusetzen, will BON-HA nach wie vor mit dem Argument der Gesundheitsgefährdung klagen.

Um diese Klage gerichtlich durchzusetzen, benötigt die Initiative BON-HA allein für die erste Instanz geschätzt 50.000 Euro. „Bei einer Niederlage müssen die Kosten der Gegenseite abgesichert sein“, erläuterte Figiel. Seinen Angaben nach ist die Hälfte des Geldes mittlerweile zusammengekommen. „Das heißt aber, unser Spendentopf muss noch ordentlich gefüttert werden.“

Klärschlamm: Verein hält Standort für falsch

Außerdem kritisiert der Umweltschutzverein die Klärschlamm-Pläne von Enercity. Gebaut werden soll die 60 Millionen teure Verbrennungsanlage auf dem Gelände der Mülldeponie Lahe, direkt an der Grenze zu Altwarmbüchen. Klärschlamm darf wegen des Phosphorgehaltes in Zukunft nicht mehr im Umfang wie bislang als Dünger auf Äckern ausgebracht werden. Kommunen benötigen deshalb einen neuen Entsorgungsweg – eine Möglichkeit ist die Verbrennung.

„Wir halten den Standort für falsch“, sagte Doris Figiel, im Umweltschutzverein für die Finanzen zuständig. „Wir kämpfen gegen die Transporte“, ergänzte Heidrun Lemke, die dem Arbeitskreis angehört. Etwa 40 Lastwagen täglich würden die Deponie ansteuern. Lemke versteht nicht, warum die Anwohner in Altwarmbüchen sich das bieten lassen sollen. Eine mögliche Alternative stellte sie beim Jahresempfang vor: Der Arbeitskreis hatte eine sogenannte Pyreg-Anlage in Nordrhein-Westfalen besucht, die getrockneten Klärschlamm zu Phosphor-Dünger-Substrat verwertet. „Wir sind nicht nur gegen etwas, wir liefern auch Alternativen“, sagte Lemke.

Weiterhin befasst sich der Umweltschutzverein auch mit der Verkehrsbelastung in Isernhagen H.B. und N.B. „An der L381 machen mittlerweile 70 Kreuze in Orange darauf aufmerksam“, so Lemke.

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Von Katerina Jarolim-Vormeier

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