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Isernhagen Zentrum Altwarmbüchen: Was soll auf Freifläche entstehen?
Umland Isernhagen Zentrum Altwarmbüchen: Was soll auf Freifläche entstehen?
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00:18 02.03.2019
Wo derzeit noch große Rasenflächen, Parkplätze und Garagen dominieren, will die Gemeinde die Voraussetzungen für eine Nutzung schaffen, die das Zentrum bereichert. Quelle: Frank Walter
Altwarmbüchen

 Braucht es im Zentrum Isernhagen in Altwarmbüchen vor allem Platz für neue Wohnungen? Oder sollte der Schwerpunkt doch eher auf Einzelhandel, Büros, Praxen, Kanzleien und Gastronomie liegen? Im Ortsrat Altwarmbüchen gab es bei dieser Frage am Dienstagabend unterschiedliche Sichtweisen. Welche Vorgaben die richtigen für die Entwicklung des letzten freien Grundstücks im Zentrum sind, wird sich nun erst im Planungs- und Bauausschuss entscheiden.

Die Diskussion entzündete sich an einem Areal hinter dem Rathaus, gelegen zwischen Stettiner und Hannoverscher Straße. Auf dem gemeindeeigenen Grundstücksteil befinden sich dort geschotterte Parkplätze, einige Garagen und der Fußweg zwischen Zentrum und Hannoverscher Straße. Durch einen Maschendrahtzaun getrennt, schließt sich ein Privatgrundstück mit großen Rasenflächen, einem Spielplatz und einer gepflasterten Parkfläche an.

6000 Quadratmeter Fläche im Zentrum

Doch aus Sicht der Städteplaner bietet die insgesamt rund 6000 Quadratmeter große Fläche viel mehr Potenzial. Die Gemeindeverwaltung hatte deshalb vorgeschlagen, den Bebauungsplan zu ändern und dort statt eines reinen Wohngebiets ein sogenanntes Kerngebiet festzuschreiben. Dies würde den Bau von bis zu 20 Meter hohen Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäuden, aber auch die Nutzung für gastronomische Zwecke ermöglichen. Wohnungen im Erdgeschoss wären ausgeschlossen, insgesamt dürfte maximal die Hälfte der Geschossflächen zum Wohnen verwendet werden. Da beim anstehenden Umbau der Bothfelder Straße Parkplätze wegfallen, soll dort zudem ein Parkdeck samt Tiefgarage entstehen, in das sowohl von der Hannoverschen als auch der Stettiner Straße eingefahren werden kann.

Was tatsächlich verwirklicht wird, ist allerdings noch offen: Ein Investor ist noch nicht gefunden, „es gibt keine konkrete Planungen“, wie Bauamtsleiterin Heike Uphoff im Ortsrat versicherte. Ziel sei es, als Angebot „einen möglichst großen Teppich anzubieten“. Als Eigentümerin der einen Teilfläche sei die Gemeinde Herrin des Verfahrens, mit dem Privateigentümer der Nachbarfläche werde man Gespräche führen. „Und wenn es konkret wird, dann wird die Politik eingebunden“, versicherte Uphoff.

Ute Bobe: Es braucht bezahlbare Wohnungen

Für Ute Bobe (parteilos) ist allerdings schon die Ausweisung zum Kerngebiet der falsche Weg. Man brauche bezahlbaren Wohnraum in Altwarmbüchen, auch dies sei ein Ziel der Zentrumsplanung und zudem Konsens im Rat. Dass die Gemeindeverwaltung nun ein Kerngebiet vorschlage, in dem Wohnungen nur im untergeordneten Maß zulässig seien, bezeichnete sie als „problematisch“. Sie forderte einen Alternativvorschlag zum Kerngebiet.

Aus Sicht der Bauamtsleiterin ist das Kerngebiet hingegen der richtige Weg. Nun auf diesem Areal neuen Wohnraum in den Vordergrund zu stellen, konterkariere die obersten Ziele der Zentrumssanierung: die Schaffung von Flächen für zentrumsaffine Nutzungen und von Parkraum. Und dies könne dann sogar die Städtebauförderung durch Bund und Land gefährden.

Letztlich einigte sich der Ortsrat darauf, kein Votum zur Bebauungsplan-Änderung abzugeben und dies den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses zu überlassen, der am 20. März in öffentlicher Sitzung über die Vorlage berät. Die Bauamtsleiterin will dann ausführlicher begründen, warum die Ausweisung als Kerngebiet aus Rathaus-Sicht der richtige Weg ist.

Von Frank Walter

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