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Nachrichten Bank-Sponsoring als Herzensangelegenheit?
Umland Isernhagen Nachrichten Bank-Sponsoring als Herzensangelegenheit?
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00:16 10.09.2017
Von Martin Lauber
Welche Sitzbank kann weg? Am Hufeisensee in Isernhagen H.B. keine einzige, ist der Ortsrat überzeugt.
Welche Sitzbank kann weg? Am Hufeisensee in Isernhagen H.B. keine einzige, ist der Ortsrat überzeugt. Quelle: Frank Walter
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Isernhagen

Haushaltskonsolidierung kann so schwer sein. Eine dauerhafte Einsparung von 9.500 Euro jährlich verspricht sich die Gemeindeverwaltung, wenn die Zahl der insgesamt 387 über die Ortsteile verteilten Ruhebänke, die regelmäßig gereinigt, repariert und freigeschnitten werden müssen, halbiert werden würde. Eine erste Liste mit 65 aus Verwaltungssicht verzichtbaren Standorten samt Kartenmaterial bekamen die Ortsräte vom Rathaus an die Hand.

Dem Planungs- und Bauausschuss lagen jetzt die Kurzprotokolle über die Beratungen aller Ortsräte vor. Soviel vorab: Nennenswert "geliefert" hat allein Altwarmbüchen. Das Gremium nahm sich jeden Standort vor - und dann ging vor Ort der Daumen nach unten oder nach oben. Wie viele Bänke in Summe genau dabei heraus gekommen sind, benennt das Protokoll nicht. Hans-Edgar Ojemann (SPD) zufolge habe es außer finanziellen durchaus auch sachliche Gründe gegeben, auf viele kaum noch genutzte Bänke zu verzichten. Zumal, wenn dafür die besser frequentierten auch besser gepflegt würden.

In Neuwarmbüchen fiel der Vorschlag durch, die Bürger zu beteiligen. In den Altdörfern wie auch in Kirchhorst befanden die Ortsräte, dass im Prinzip alle Standorte unverzichtbar seien. Aus der Kircher Bauerschaft wurde sogar die zusätzliche Aufstellung von Abfalleimern angeregt und auf Moosablagerungen auf den Sitzbrettern hingewiesen. Aus F.B. kam der Vorschlag, Ruhebänke rund um den Isernhagenhof dem Kulturverein anzutragen. Als "kryptisch" bezeichnete Christiane Hinze (FDP) die Beschlüsse, die laut Protokoll meist "nach kurzer Erörterung" gefasst wurden.

Zu beschließen gab es für den Planungs- und Bauausschuss in puncto Ruhebänke am Dienstagabend nichts. Verwaltungsausschuss und Rat müssen sich nun mit dem Vorschlag aus N.B. und H.B. befassen, sich um Bank-Paten zu bemühen, bevor abgeräumt wird. Heinrich Bätke (CDU) riet dazu, die betreffenden Bänke mit entsprechenden Hinweisen zu versehen. Vielleicht finde man so Sponsoren, denen eine bestimmte Ruhebank "am Herzen liegt". Fabian Peters (Grüne) sprach sich ebenfalls für ein Sponsoring-Modell aus. Dazu sei es sinnvoll, so Ulrich von Rautenkranz (FDP), wenn die Verwaltung den genauen Betrag benennen könnte, den ein Bank-Retter spendieren müsste.

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10.09.2017
Frank Walter 09.09.2017
Frank Walter 09.09.2017