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18:27 16.08.2013
Von Frank Walter
Die olympische Fackel aus dem Jahr 1972 samt Urkunde ist Günter Rinnes schönste Sporttrophäe. Quelle: Frank Walter
Isernhagen

Ob TuS Altwarmbüchen oder Sportring, Bürgerstiftung, die Essensausgabe der Tafel oder die Kommunalpolitik: Günter Rinne engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich, macht daraus aber keine große Sache. "Was ich in der Bürgerstiftung mache, ist gerade so viel“, sagt er und hält Zeigefinger und Daumen im Abstand von wenigen Zentimetern. Rinnes schönste Sporttrophäe hat ihren Platz an der Wand seines Partykellers: eine Fackel aus Metall, mit der er 1972 das olympische Feuer per Fahrrad ein Stück weit auf seinem Weg von München zu den Segelwettbewerben in Kiel fuhr. „Von der A2 in Altwarmbüchen bis nach Kirchhorst war das. Nachts um 2 Uhr standen die Leute dicht an dicht auf der Straße und jubelten“, erinnert er sich an das „tolle Erlebnis“.

Rinne ging meist voran - vor allem in sportlicher Hinsicht. 1954 gehörte er zu den Gründern des TuS, 1973 übernahm er als 32-Jähriger sogar den Vorsitz - „als absolut jüngster Vorsitzender im Altkreis“. Gern erinnert sich der 72-jährige Ur-Altwarmbüchener an diese Zeit des Aufbruchs, als die Geschäftsstelle eingerichtet und die Tennis- und Schwimmsparte gegründet wurden. „Kein Kind muss Klavier spielen oder Reiten können. Aber Schwimmen, das muss wirklich jeder können.“ Viele hätten damals mit angepackt, um beispielsweise fünf Tennisplätze zu bauen. „Heute reden sich viele damit heraus, dass sie keine Zeit haben.“

Viel Zeit hatte auch Rinne nicht, doch er hat sie sich genommen - und gesellschaftlich und beruflich Verantwortung getragen. Als 19-jähriger Jungkoch wurde er Küchenchef in einem Schweizer Hotel - und erhielt die Verantwortung über ein 15-köpfiges Team. Zuletzt, als Betriebsleiter der Stadtküche Hannover, waren es sogar 220 Mitarbeiter, die täglich rund 15000 Mittagessen produzierten. Kein Wunder, dass ihm die Veranstaltungen der Bürgerstiftung da keine schlaflosen Nächte bereiten. 400 Gäste bei der Mozart-Gala bewirten, die Stände der Stiftung beim Weihnachtsmarkt organisieren? „Das macht man und fertig!“ Auch den Sportetat, aus dem die Stiftung Bedürftigen Ausrüstung und Vereinsbeiträge finanziert, verwaltet er. Besonders direkt erlebe er Bedürftigkeit bei der Tafel, sagt der zweifache Vater und Großvater - und erzählt von einer siebenfachen Mutter: Wenn man dieser die dringend benötigte weitere Matratze geben könne, „dann ist das etwas, was Befriedigung bringt“.

Sein Elternhaus hat ihm den Blick für soziale Notstände geschärft. Die Mutter war treibende Kraft der legendären Kaminrunde, die viele soziale Projekte förderte. Sein Vater hatte für die SPD im Rat gesessen, er selbst auch, von 1972 bis 1976. Doch als es um die Gestaltung eines Spielplatzes parteiinternen Streit gab, trat Rinne aus der SPD aus. Damals schwor er, nie wieder Mitglied in einem Verein zu werden - „außer in einem Sportverein und bei SOS-Kinderdörfer“. So ist er bis heute nicht Mitglied der Bürgerstiftung. „Stattdessen stifte ich meine Zeit.“

Es ist spektakulär aus allen Blickwinkeln: Nach Jahren soll der ersehnte Vollversorger ins Altwarmbüchener Zentrum kommen. Dafür wird eine katholische Kirche abgerissen und der seit 20 Jahren erste Neubau im Bistum geplant.

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