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Nachrichten Handgemenge bleibt am Hufeisensee die Ausnahme
Umland Isernhagen Nachrichten Handgemenge bleibt am Hufeisensee die Ausnahme
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19:50 25.05.2017
Am Einlass zum Hufeisensee legten sich Feiernde mit der Polizei an. Quelle: Lauber
Isernhagen

An der Einlasskontrolle gab es ein Handgemenge zwischen jungen Erwachsenen und Beamten: Ein 17-Jähriger wurde mit 2,28 Promille im Blut aufgegriffen. Als die Polizei die Eltern des Minderjährigen verständigen wollte, versuchte ein 18-jähriger Bekannter des Jungen dies mit Körpereinsatz gegen die Beamten zu verhindern. Diese rissen den jungen Mann zu Boden und nahmen ihn in Gewahrsam. Andere Ausflügler an der Einlasskontrolle zeigten sich wegen des Alkoholverbots uneinsichtig und beleidigten die Einsatzkräfte. Die Kontrolle am Eingang zum See war am Nachmittag ein Sammelpunkt für viele Ausflügler. Die Lage war zum Teil angespannt.

Bilder vom Vatertag am Hufeisensee.

Abgesehen von diesem Zwischenfall verlief der Vatertag in der Region Hannover bislang friedlich. Und auch am Hufeisensee blieb es ansonsten ruhig. Wo sind die Massen geblieben, die an Himmelfahrtstagen auf den Wiesen und Stränden am Hufeisensee sonst mehr oder weniger gesittet Vatertag feierten? Diese Frage stellte sich am Donnerstag nicht nur der Gesamteinsatzleiter der Polizei, Thomas Mews.

Klar schien indes das Warum der wundersamen Dezimierung der Massen: Per so genannter Allgemeinverfügung hatte die Gemeinde Isernhagen Schnaps und laute Musik unter Androhung von Strafgeld verboten. Das Alkohol- und Musikverbot gilt bis Freitag, 6 Uhr. Und das hat spätestens bei den Einlasskontrollen bei vielen jungen Leuten eine abschreckende Wirkung.

Lieber weg als ohne Schnaps

Ein Beispiel: Eine angetrunkene vielleicht 15-jährige Blonde schwankt auf einen der sieben schwarz-gekleideten Leute des privaten Sicherheitsdiensts zu, den die Gemeinde beauftragt hatte. „Hart-Alk erlaubt?“ „Nein!“ „Osbourne okay?“ „Nein.“ „Havanna?“ „Nein!“ „Scheiße, wir gehen wieder.“ Ein anderes Beispiel: Ein Quartett, das mit wattstarkem Lautsprecher im Kinderanhänger aus Bothfeld zum Hufeisensee geradelt ist, tritt den Rückzug an, als Leute vom Sicherheitsdienst Anstoß an der Box nehmen. „Wir respektieren das, aber wir fahren dahin, wo es schöner ist.“ Zu ausgelassener Stimmung gehöre nun mal auch laute Musik. Und tschüss.

An der Frage, wie streng die Regeln sein sollten, schieden sich die Geister. Eine hannoversche Familie genoss samt Siamkatze die ungewohnte Vatertagsruhe am See. Die Schwiegertochter, aus Spanien zu Besuch, fand: „Wenn jeder laut Musik macht, kann man das Gelände gar nicht genießen.“ Zwei junge Mütter aus Isernhagen N.B. und Kirchhorst ein paar Meter weiter stimmten vor allem dem Tabu für Alkohol oberhalb von 15 Prozent zu: „Das eskaliert sonst leicht.“

Auch DLRG und DRK im Einsatz

Und eben das sollte diesmal nicht passieren, sagt Einsatzleiter Mews mit Blick auf frühere Alkoholexzesse am Hufeisensee. Am Donnerstag konnte er noch kurz vor 18 Uhr von einer „insgesamt ruhigen Lage“ berichten – allerdings bei steigendem Alkoholpegel. 30 Beamte, vier davon beritten, waren gefühlt überall präsent und hatten alles im Blick. Zur Vatertagskulisse gehörten außerdem acht Leute der DRK-Bereitschaft Isernhagen-Burgwedel-Wedemark samt Rettungswagen und ebenso viele Badenstedter DLRG-Helfer, die aber allesamt nicht viel zu tun hatten.

Bereits um 16 Uhr hatten sich die zwei Mitarbeiter der Gemeinde Isernhagen, die ebenfalls nach der Ordnung am See sollten, bei der Polizei abgemeldet – laut Mews, weil so wenig los gewesen sei.

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