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Nachrichten Gemeinde stellt Plan für fehlende Krippenplätze vor
Umland Isernhagen Nachrichten Gemeinde stellt Plan für fehlende Krippenplätze vor
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00:15 19.05.2013
Eigentlich sollte in der alten Kita St. Marien in K.B. im Sommer Schluss sein. Jetzt wird das Gebäude doch noch gebraucht. Quelle: Frank Walter
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Isernhagen

Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für alle Ein- und Zweijährigen hatte die Gemeinde kräftig in Bedrängnis gebracht: 70 Anfragen lagen nach Anmeldeschluss zu viel vor - vor allem in Altwarmbüchen schien der Bedarf von 61 Krippenkindern mit den vorhandenen 40 Plätzen - die größtenteils bereits belegt waren - nicht erfüllt werden zu können. Am Mittwochabend stellte die Verwaltung nun ihren Schlachtplan für das Problem vor.

Der erste Schritt: Möglichst noch in diesem Jahr soll die Kindertagesstätte Die Arche in Altwarmbüchen einen Anbau für zwei Krippengruppen erhalten. Im Baugebiet Wietzeaue soll im nächsten Jahr eine Krippe für sechs Gruppen gebaut werden - im Bedarfsfall sogar noch ein Reihenhaus für eine Krippe angemietet werden.

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„Es lässt sich für uns schlecht einschätzen, wie viele Familien dort hinziehen werden und wie sich der Betreuungsbedarf in den kommenden Jahren entwickeln wird“, sagte Silvia Voltmer, Leiterin des Amtes für Jugend, Bildung und Sport. Zwar beobachte man die Entwicklungen genau, „aber im Neubaugebiet in Kirchhorst sind zum Beispiel drei Familien à fünf Kinder eingezogen. Das zerschlägt jede Statistik.“

Waren es ursprünglich 70 Anmeldungen zu viel, ändern die Rückmeldungen der Eltern die Zahl derzeit täglich: „Vielleicht waren auch Blind-Anmeldungen dabei“, vermutete Voltmer im Ortsrat Altwarmbüchen. Alle, die keinen Platz zugewiesen bekommen haben, wurden angeschrieben: „Rund die Hälfte hat sich nicht mehr gemeldet.“ Bis der Neubau in der Wietzeaue steht, soll eine Notlösung herhalten: Die bald verwaiste Kita in K.B., deren Kinder in den Neubau hinter der St.-Marien-Kirche umziehen werden, soll als Provisorium für zwei Krippengruppen umgebaut werden. „Wir gehen davon aus, dass wir so alle versorgt bekommen“, sagte Voltmer.

Bei den Ortspolitikern gab es für den pragmatischen Lösungsvorschlag der Verwaltung viel Lob. Nur ein Wermutstropfen bleibt: Rund zwei Millionen Euro wird der Krippen-Notfallplan über die Jahre kosten - ein Nachtragshaushalt ist somit unumgänglich.

Carina Bahl

Frank Walter 16.05.2013
Frank Walter 13.05.2013
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