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Nachrichten Gewerbegebiet soll schnell wachsen
Umland Isernhagen Nachrichten Gewerbegebiet soll schnell wachsen
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20:34 12.01.2015
Auf dieser Fläche an der Hannoverschen Straße soll das neue Gewerbegebiet entstehen. Quelle: Carina Bahl
Isernhagen

Es ist wohl eine der attraktivsten Flächen, die die Gemeinde Isernhagen noch für Gewerbeansiedlungen ausweisen kann: die Stadtbahnlinie 3 direkt vor der Tür, die Autobahnauffahrt zur A2 keine 500 Meter entfernt, in direkter Nachbarschaft zu A2-Center, Crendel-Center und Zentrale von Toyota Material Handling. Kein Wunder, dass der erste Interessent für die Fläche zwischen Altwarmbüchener See, Hannoverscher Straße und Pappelweg bereits vor der Tür steht: „Diese Ansiedlung könnte den Gemeindehaushalt deutlich entlasten“, sagt Bürgermeister Arpad Bogya zu den erwarteten Gewerbesteuereinnahmen. Welche Firma mit dem Umzug nach Isernhagen liebäugelt, möchte er noch nicht sagen. „Aber wenn sie nicht äußerst attraktiv für uns wäre, würden wir das Vorhaben jetzt auch nicht so schnell vorantreiben.“

Schnell, das heißt: Im Mai soll bereits der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Nördlich Altwarmbüchener See“ gefasst werden. Geplant ist, auf der 6,46 Hektar großen Fläche sowohl ein Gewerbe- als auch ein Mischgebiet unterzubringen. Dafür muss der Pappelweg, der künftig die Grenze vom Mischgebiet zum bestehenden Wohngebiet bilden wird, noch ausgebaut werden. Die Anlieger sind bereits in einer Bürgerversammlung von der Gemeinde darüber informiert worden, dass sie an den Kosten beteiligt werden.

Im knapp 2,2 Hektar großen Gewerbegebiet werden laut Bogya künftig maximal acht Firmen Grundstücke beziehen können. „Wir möchten dort hauptsächlich Bürogebäude haben“, sagt der Bürgermeister. Damit es so auch kommen wird, schließt die Gemeinde im Bebauungsplan bereits ausdrücklich Einzelhandel, Vergnügungsstätten, Betriebswohnungen und Ausstellungsflächen für Autohändler aus. Im Mischgebiet, das einen sanften Übergang zu den Wohnhäusern am Pappelweg schaffen soll, werden künftig zweigeschossige Gebäude einen Platz finden können. Zum Altwarmbüchener See hin plant die Gemeinde eine grüne Pufferzone.

Die Erschließung des Gewerbegebietes soll vorrangig über die Hannoversche Straße erfolgen: So soll die Kreuzung in Höhe der Krendelstraße voll ausgebaut werden. Bisher konnten Besucher des Crendel-Centers den Parkplatz nur in Richtung Hannover verlassen - künftig wird dort ein Abbiegen in alle Richtungen möglich sein. Vier weitere Zufahrten von der Hannoverschen Straße ins neue Gewerbegebiet sind laut Verwaltung ebenfalls denkbar. Um die Pappelweg-Anlieger vor Lärm zu schützen, sollen Zufahrten von dieser Straße möglichst vermieden werden.

Der Bauausschuss berät morgen ab 18.30 Uhr im Rathaus in Altwarmbüchen über die Planung. Sollte der Verwaltungsausschuss es dann am Donnerstag beschließen, wird der Planentwurf öffentlich ausgelegt - dann können Bürger Einwendungen dazu machen.

Für Fledermaus, Ringelnatter und Co. muss die Gemeinde viel tun

Exakt 141 Seiten umfasst der Umweltbericht für das Gewerbegebiet „Nördlich Altwarmbüchener See“. Schützenswerte Fledermaus-, Vogel-, Reptilien- und Heuschrecken-Arten sind bisher auf der Fläche in der direkten Nähe zum See beheimatet. Mehrere Bäume werden zudem für das Vorhaben fallen müssen. Dementsprechend hoch sind die Auflagen, die die Gemeinde zu erfüllen hat, um die „erheblichen Umweltauswirkungen des Bebauungsplanes“ zu kompensieren. Der auf dem Gelände vorhandene Tümpel muss auf 388 Quadratmeter vergrößert werden. Für Fledermäuse müssen 15 Quartiere und für Brutvögel 14 Nisthilfen gebaut werden. Auf einer Fläche von fast 9000 Quadratmetern muss die Gemeinde Laubwald aufforsten – Flächen in Altwarmbüchen und Kirchhorst sind dafür reserviert. Auch die Bauherren werden an ihre tierischen Nachbarn denken müssen: So dürfen Außenbeleuchtungen nur „warm-weiß“ bis „neutral-weiß“ ausfallen, um wenig Insekten – und dadurch weniger Fledermäuse – anzulocken. Lichtschächte sind untersagt, und auf dem Weg zum Regenrückhaltebecken sind Hochborde verboten, um Amphibien und Reptilien keine Wanderbarrieren vorzusetzen. Ein städtebaulicher Vertrag soll die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen garantieren.

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