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Umland Isernhagen Nachrichten "Der Klönschnack macht mir Spaß“
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18:02 05.01.2017
Matthias Kenzler ist neuer Ortsbürgermeister in Isernhagen K.B. Quelle: Frank Walter
Isernhagen K.B.

Von manchem Wahlkampfslogan bleibt nach der Abstimmung nicht viel übrig. Den FDP-Ausspruch „Zuhause in Isernhagen“ wird Matthias Kenzler allerdings nicht so schnell vergessen: „Ich mag den Slogan sehr. Denn ich bin wirklich angekommen in K.B.“, sagt der 56-Jährige, einziger FDP-Ortsbürgermeister in Isernhagen.

Die Kircher Bauerschaft, das bedeutet ja auch immer ein wenig „im Schatten der Kirche“. Bei Kenzler ist das wörtlich zu nehmen, wohnt er doch mit seiner Lebensgefährtin und einem Labradoodle-Rüden im denkmalgeschützten Herrenhaus des Hofs Backhaus direkt an der St.-Marien-Kirche. „Das ist dann wohl die Mitte der Mitte“, sagt der Vater dreier erwachsener Kinder.

Dass Kenzler in Isernhagen landen würde, war so nicht vorgezeichnet. Geboren in Lübeck, verbrachte er die Schulzeit in Fulda. Von dort ging es zurück in den hohen Norden, bei der Marine in Kiel versah er seinen Dienst auf einem Schnellboot. Eigentlich wollte er ja Arzt werden, schloss dann aber an die Ausbildung zum Handelsassistenten ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Hamburg an. Bei einer Mietwäsche-Firma brachte er es bis zum Gebietsleiter – und da bot sich Isernhagen als Wohnort an. 1997 wurde Kenzler N.B.er, seit 2007 lebt er nun in K.B.

Dass er zwischendurch damit geliebäugelt hatte, nach Estland auszuwandern, ist für den 56-Jährigen heute nur noch eine Anekdote. Immerhin: Besucher des K.B.er Weihnachtsmarkts kamen so in diesem Jahr erstmals in den Genuss, den würzigen estländischen Glühwein Estii Glögi probieren zu können. Apropos Weihnachtsmarkt: Selbstverständlich ist Kenzler Mitglied im Verein, wenn doch die Buden schon vor seiner Haustür stehen.

Politisch interessiert gewesen sei er schon immer, sagt Kenzler. In die FDP eingetreten ist er allerdings erst 2013. Auch die CDU sei eine denkbare Alternative gewesen, „aber die haben sich zu weit von den Menschen entfernt“, meint der frühere Wasserballer und Leistungsschwimmer, der sich heute regelmäßig bei Fitnesskursen auspowert.

Viele hätten mitleidig geguckt, hätten gedacht, „dass die FDP nie wiederkommt“, erinnert sich Kenzler an seine Anfangszeit. Sein persönliches Ziel sei es gewesen, im Kleinen, direkt vor Ort etwas zu bewegen. Im Ortsrat K.B. ist die FDP zwar noch nie vertreten gewesen. „Ich hatte trotzdem schon damit gerechnet, dass ich es in den Ortsrat schaffe. Aber dass ich auch gleich die meisten Stimmen bekomme, hätte ich nie erwartet.“ Offenbar hatte Kenzlers Haustür-Wahlkampf Erfolg. „Ich habe mich kurz vorgestellt, ein paar Flyer dagelassen – da haben sich viele drüber gefreut.“

Freude bereitet haben dem neuen Ortsbürgermeister auch die ersten Jubilarbesuche. „Der Klönschnack macht mir wirklich Spaß, ich bin ein kommunikativer Mensch.“ Das bringt schon Kenzlers heutige Tätigkeit mit sich: Als Franchisenehmer in der Telekommunikationsbranche hält er den Kundenkontakt. Den Draht zu den K.B.ern will er mit Sprechstunden jeweils am letzten Donnerstag im Monat ab 17 Uhr in der Alten Schule halten.

Eine bessere Kommunikation wünscht sich Kenzler auch zwischen Alteingesessenen und Neubürgern. Ein alljährliches Matjesfest an der Kirche könnte da als Plattform dienen. Auch ein Einkaufsmarkt, den der Ortsrat K.B. seit Langem fordert, könnte ein Bezugspunkt werden. „Der potenzielle Investor will noch zwei Jahre bei der Stange bleiben“, hat Kenzler erfahren. Und vielleicht passt da ja auch noch ein Gastronomiebetrieb zu? „Da muss man einen guten Weg suchen, dabei keine Scheuklappen aufhaben, muss motivieren und reflektieren.“

Von Frank Walter

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