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Umland Isernhagen Nachrichten Heilig Kreuz wird ohne Geläut geweiht
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00:15 02.01.2017
Modern und transparent ohne Kirchturm und Glockengeläut kommt der Neubau der Heilig-Kreuz-Kirche an der Königsberger Straße in Altwarmbüchen daher. Am 8. Januar wird der Bischof das Gebäude einweihen. Quelle: Carina Bahl
Altwarmbüchen

Die rund 1000 Mitglieder des Kirchortes konnten in den vergangenen drei Jahren das Großprojekt hautnah mitverfolgen. Mitten im Zentrum Altwarmbüchens war in den siebziger Jahren eine provisorische Kirche errichtet worden – stark sanierungsbedürftig auf einem viel zu großen Grundstück präsentierte sich diese 2013. Gerüchte machten die Runde, die katholische Kirche werde abgerissen. Im Februar 2013 dann die Enthüllung der Pläne: Die Kirche soll tatsächlich abgerissen werden, aber nicht ersatzlos. Vielmehr plant die katholische Gemeinde, ihr Grundstück an die Kommune zu verkaufen und das Grundstück direkt gegenüber neu zu bebauen.

Die Bebauungsplanänderung dauert Zeit – im Mai 2015 fallen die beiden Einfamilienhäuser und machen Platz für den Kirchbau. Im September wird das Kirchenprovisorium profaniert und nur drei Monate später dem Erdboden gleichgemacht. Zeitgleich beginnen die ersten Arbeiten für den Neubau, für den bereits im November 2015 der Grundstein gelegt wird. 

Die Trauer, die manch ein Katholik empfand, als die alte Kirche dem Abrissbagger zum Opfer fiel, dürfte dieser Tage in unbändige Vorfreude umschlagen: Der Neubau ist fertig. Rund 140 Stühle finden sich im Kirchraum, der 150 Quadratmeter umfasst, aber auch durch verstellbare Wände verkleinert werden kann. Dem Anspruch, ein modernes Kirchenzentrum zu entwickeln, ist Heilig Kreuz gerecht geworden: Eine gläserne Fassade gewährt jedem Einblicke. Ein Café soll einen neuen Treffpunkt garantieren. Kirchturm und Glockengeläut? Nein, an diesen alten Traditionen hält die neue Kirche mit ihrer modernen Kubatur nicht mehr fest.

1,8 Millionen Euro kostete der Neubau – mehr als eine Million Euro stammte aus dem Verkauf des alten Grundstückes, auf dem ein Rewe-Markt eröffnet hat. 7000 Euro haben Gemeindemitglieder gespendet. Die restlichen knapp 770 000 Euro teilen sich Kirchengemeinde und Bistum.

Die Kirchweihe beginnt am 8. Januar um 15 Uhr. Bischof Norbert Trelle wird in einer Messe das Gebäude weihen, mit seinem Stab gegen das Portal schlagen und den Altar sowie weitere liturgisch wichtige Gegenstände segnen. Dann endet auch das ökumenische Kirchenasyl: Seit Oktober 2015 hatten die Katholiken Obdach für ihre Gottesdienste in der evangelischen Christophoruskirche gefunden. Besucher sind zur Kirchweihe willkommen, allerdings ist der Platz knapp, sodass manch einer während der Messe wohl stehen muss. Kirchenführungen sind nach Anmeldung unter Telefon (05 11) 65 21 01 ab dem 9. Januar möglich.

Von Carina Bahl

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