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Umland Isernhagen Nachrichten Neue Diskussion um Windkraft in Neuwarmbüchen
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19:30 11.02.2010
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Siegfried Lemke, der energiepolitische Sprecher der Grünen, sagt: „Wir wollen das Thema wieder aufgreifen, weil wir überzeugt sind, dass Isernhagen Windkraft braucht.“ Windkraft sei eine kostengünstige, klimaschonende Alternative zur Stromerzeugung aus Atom und Kohle. Die Grünen streben eine offene Diskussion an und laden neben Vertretern anderer Parteien und Vertretern der Verwaltung insbesondere Bürger aus Neuwarmbüchen und Kirchhorst für Montag, 22. Februar, 19 Uhr, in das Gasthaus Lahmann an der Farster Straße 2 ein.

Im Bereich Neuwarmbüchen/Kirchhorst hatte die Gemeinde einen Vorrangstandort für Windenergie beschlossen, für die Windräder jedoch eine Höhenbegrenzung von 100 Metern festgesetzt. Ein Investor wollte dort zwei Windräder mit einer Höhe von jeweils 126 Metern bauen, wogegen sich eine Bürgerinitiative wehrte. Der Investor, der kleinere Windräder für unwirtschaftlich hielt, konnte die Einhaltung der Lärmgrenzwerte nicht nachweisen und scheiterte im April 2006 vor dem Oberverwaltungsgericht.

„Es kann nicht angehen, dass die Gemeinde ein Gebiet für Windenergie ausweist und dieses dann blockiert“, sagte Lemke. Den Grünen gehe es nun darum, die Akzeptanz für das Thema zu erhöhen. Denkbar wäre dies mit einer Beteiligung der Anwohner an dem Projekt.

Diese könnten mit Anteilen von den Gewinnen der Anlage profitieren, vergleichbar etwa den sogenannten Bürgersolaranlagen. „Wenn sich möglichst viele Leute beteiligen, können sie sich auch mit den Windrädern identifizieren.“

Lemke betont, dass sich die Grünen parteiübergreifend für die Windenergie einsetzen wollen und Bündnispartner suchen. Dies sei auch im Sinne des Isernhagener Klimaschutzaktionsprogramms.

Thomas Tschörner