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Umland Isernhagen Nachrichten Reitverein sucht wieder Pächter
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15:00 21.09.2016
Der Biergarten verwaist, das Restaurantschild durchgekreuzt: Das Cavaletti ist nach nur einem Jahr wieder geschlossen.
Der Biergarten verwaist, das Restaurantschild durchgekreuzt: Das Cavaletti ist nach nur einem Jahr wieder geschlossen. Quelle: Frank Walter
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Isernhagen H.B.

"Zurzeit bleibt das Cavaletti aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres geschlossen“, vermelden die Gastronomen im Internet. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Ende September ist Schluss, bis dahin muss das Pächterpaar das Restaurant auf dem Hof des Reit- und Fahrvereins in H.B. räumen. "Der Gastronom will definitiv nicht weitermachen“, sagt Vereinschefin Elke Gerns-Bätke, während dieser selbst nicht zu erreichen ist.

Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass die Gastronomen das Cavaletti wiedereröffneten, das Wirtin Karin Rasch zuvor 15 Jahre lang betrieben hatte. "Das neue Cavaletti – Tradition mit neuem Anstrich“, hatte der 370 Mitglieder starke Reitverein damals auf seiner Internetseite ein Versprechen abgegeben, das allerdings nicht recht eingehalten wurde.

"Es gab nicht den Spargel, nicht die Roulade“, sieht die Vereinsvorsitzende konzeptionelle Gründen, warum die Gäste ausblieben. Ein wenig Entgegenkommen zeigte die italienisch-dominierte Speisekarte zuletzt doch, immerhin eine Currywurst konnten die Gäste dann ordern. Doch Livespiele der Fußball-Bundesliga, die zuvor den Gastraum gefüllt hatten, gab es nicht mehr. "Schade“, findet Gerns-Bätke das Ende des Versuchs, mit dem Gastronomenpaar die Lücke zu füllen, die Karin Rasch hinterlassen hatte. "Aber man kann den Leuten nicht hinter die Stirn gucken.“

Damit den Mitgliedern des Reitvereins ihr Treff nicht allzu lange fehlt und bald wieder Leben einzieht im Gastraum mit Blick in die Reithalle, will der Verein jetzt auf allen Kanälen nach einem Nachfolger Ausschau halten. "Das muss jetzt wirklich jemand mit Herzblut und viel Erfahrung sein“, sagt Gerns-Bätke – und gern wieder mit Ambitionen zur gutbürgerlichen Küche.

Von Frank Walter