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Nachrichten „Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt“
Umland Isernhagen Nachrichten „Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt“
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00:17 15.01.2018
Am Bree-Firmensitz an der Gerberstraße im Kirchhorster Gewerbegebiet arbeiten rund 70 Mitarbeiter, in den Filialen weitere 120. Quelle: Stefan Heinze
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Kirchhorst

 Bree, der Markenname des Taschenherstellers habe das Image der Gemeinde Isernhagen positiv mitgeprägt, sagt Bürgermeister Arpad Bogya. Nun droht laut Gewerkschaft Verdi möglicherweise schon im April ein Umzug der Firma nach Hamburg. „Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt“,  erklärte Bogya am Freitag, der erst am Mittwoch aus dieser Zeit vom Rückzug des Isernhagener Einwohners Axel Bree aus dem von seinem Vater im Jahr 1970 gegründeten Unternehmen erfahren und dies auch bedauert hatte. Ein Familenunternehmen sei ihm „immer deutlich lieber als irgendwelche Investorenlösungen.“

Das Unternehmen Bree sei zwar  ein „solventer Zahler“ von Gewerbesteuern, eine „Bedeutung für den Gesamthaushalt der Gemeinde hat die Firma aber nie gehabt“ und nie zu den Top-Gewerbesteuerzahlern gehört, so Bogya. Aber der Verlust von 70 Arbeitsplätzen am Firmensitz im Isernhagener Ortsteil Kirchhorst-Großhorst sei äußerst schmerzlich. Der Bürgermeister möchte sich im Lichte der neuen Nachrichtenlage kommende Woche um einen Kontakt mit der Firmenleitung bemühen.

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Am positiven Trend würde das nichts ändern. Isernhagen verzeichnet wie der Nachbar Burgwedel ein Einpendler-Plus. Innerhalb der letzten vier bis fünf Jahre sind alleine im Gewerbegebiet Trennemoor in Kirchhorst und an der Opelstraße in Altwarmbüchen sind Bogya zufolge durch die Ansiedlung neuer Firmen Hunderte neuer Arbeitsplätze entstanden.

Von Martin Lauber und Stefan Heinze