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Umland Isernhagen Nachrichten Wer löscht, wird eingestellt?
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18:23 07.04.2014
Wer hier arbeitet, muss zukünftig vielleicht auch Feuerwehrmann oder -frau sein: Die Stadt Isernhagen denkt zumindest darüber nach, bei den Rathausmitarbeitern eine Feuerwehrmitgliedschaft zur Pflicht zu machen. Quelle: Symbolbild
Isernhagen

„Wir löschen gerade. Bitte rufen Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an“: So oder so ähnlich könnte der Anrufbeantworter im Isernhagener Rathaus bald Bürger vertrösten, wenn es im Gemeindegebiet brennt. Öffentlich werden die Ergebnisse des Feuerwehrbedarfsplans, den die Firma Forplan für Isernhagen erarbeitet hat, noch nicht diskutiert. Hinter verschlossenen Türen rumort es aber kräftig bei Feuerwehr, Politik und Verwaltung. In der vergangenen Woche gab es ein erstes gemeinsames Treffen. „Wir sind von Forplan genau ins Bild gesetzt worden und haben darüber gesprochen“, berichtet Bürgermeister Arpad Bogya. Der Weg sei noch weit, „jetzt müssen sich alle ihre Gedanken machen.“

Fest stehe jedoch - und darüber darf gesprochen werden - dass vor allem die Tagesverfügbarkeit der Isernhagener Feuerwehr dringend verbessert werden müsse. Und genau bei diesem Punkt möchte sich die Verwaltung jetzt an die eigene Nase fassen. Denn Tatsache ist: Wenn momentan in Altwarmbüchen die Sirenen schrillen, bleiben im Rathaus und auf dem Baubetriebshof alle sitzen - es gibt dort keine aktiven Feuerwehrleute. „Wir lassen prüfen, inwieweit eine Feuerwehrmitgliedschaft verpflichtend sein könnte“, sagt Bogya. So seien künftig zum Beispiel für den Baubetriebshof Stellenausschreibungen denkbar, die neben der fachlichen Qualifikation für den Job auch die Grundausbildung zum Feuerwehrmann fordern. Doch nicht nur die Bauhofmitarbeiter, sondern auch das Verwaltungspersonal soll für den Feuerwehrdienst rekrutiert werden. „Auch da suchen wir Möglichkeiten, um unser Personal auf freiwilliger Basis fortzubilden.“

An Einsatzkräften mangelt es der Isernhagener Feuerwehr zwar nicht - tagsüber sind diese berufsbedingt aber meist nicht vor Ort. Dieses Problem birgt aber auch möglicherweise eine Lösung: „Die Isernhagener sind vielleicht weg, aber dafür arbeiten in unseren Gewerbebetrieben vielleicht Feuerwehrmänner aus Hemmingen“, nennt Bogya ein Beispiel und verspricht: „Wir werden jetzt verstärkt das Gespräch mit den Firmen suchen, damit diese ihre Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst in Isernhagen freistellen.“ Themen wie die kontrovers diskutierte Zusammenlegung von Feuerwehrstandorten und die technische Ausstattung der Wehren greift der Feuerwehrbedarfsplan ebenfalls auf. „Noch vor der Sommerpause soll eine Beschlussempfehlung auf dem Tisch liegen“ stellt Bogya in Aussicht. Dann werde auch öffentlich über die Zukunft von Isernhagens Feuerwehren diskutiert.

Carina Bahl

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