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Isernhagen Radwege: ADFC kritisiert die Gemeindeverwaltung
Umland Isernhagen Radwege: ADFC kritisiert die Gemeindeverwaltung
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17:25 02.04.2019
Gefahrenpunkt: Radfahrer müssen dicht am Ausgang des Hotels Hennies vorbeifahren. Quelle: Archiv (Jarolim-Vormeier)
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Isernhagen

Laut seinem Selbstverständnis setzt sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) „als verkehrspolitischer Verein und Fahrradlobby für die konsequente Förderung des Fahrradverkehrs“ ein. Die Isernhagener Interessenvertreter stoßen dabei nach eigenem Empfinden allerdings an Grenzen: „Die Bemühungen, die Bedingungen für den Alltagsradverkehr in Kooperation mit der Gemeinde zu verbessern, schreiten nicht voran“, moniert ADFC-Sprecher Gerhard Bargsten im Einvernehmen mit seinen Klubkameraden. Die Gemeindeverwaltung weist die Kritik weitgehend zurück.

ADFC: Haben wiederholt auf Mängel hingewiesen

Am „Runden Tisch Radverkehr“ habe man die Verwaltung wiederholt auf gravierende Mängel bei den Radwegen hingewiesen und Verbesserungsvorschläge unterbreitet, so Bargsten. Hierzu hätten unter anderem eine bessere Anbindung des Pfads der Menschenrechte in Neuwarmbüchen an die innerörtlichen Straßen, eine Verbreiterung des Fahrstreifens zwischen Hachtingweg und K113 in Isernhagen F.B. und ein befestigter Seitenstreifen am Alten Postweg gehört. Bereits 2018 hätten die Schrägparkplätze vor dem Hotel Hennies in Altwarmbüchen umgestaltet werden sollen, um den Radstreifens weiterführen zu können. Ebenfalls seit längerem moniert die Radfahrerlobby zudem, dass auch die Autobahn-Anschlussstelle an der K112 Altwarmbüchen-Kirchhorst aus Radfahrer-Sicht gefährlich ist.

Zudem müsse man beim Runden Tisch hinterher sein, um überhaupt einen Termin zu bekommen, so Bargsten weiter. Während dort anfangs noch der Bürgermeister sowie die Leiter des Bau- und des Ordnungsamtes mit am Tisch gesessen hätten, habe man es mittlerweile nur noch mit einem Mitarbeiter der Planungsabteilung zu tun. „Und vom Radverkehrskonzept haben wir seit dem Ratsbeschluss auch nichts mehr gehört“, moniert der ADFC-Sprecher.

ADFC zu Radwegen: Geschehen ist bis heute nichts

Aber: „Geschehen ist bis heute nichts, denn diese Baumaßnahmen könnten ja Kosten verursachen“, kritisiert Bargsten mit Ironie. Dass die Gemeinde aber offensichtlich kein Ausgabeproblem habe, zeigten die jüngsten Presseberichte: Für „kunstvolle Dekorationen auf Plätzen im Wohngebiet Wietzeaue“ oder für eine neue Controller-Stelle im Rathaus „kommt es der Gemeinde auf einige Hunderttausend Euro mehr nicht an“, so die ADFC-Kritik. Die Alltagsradfahrer in Isernhagen hingegen müssten sich wohl weiterhin mit dem desolaten Zustand ihrer Radwege abfinden.

Rathaus: Einiges ist in der Umsetzung

Im Rathaus sieht man das erwartungsgemäß anders. Einige der 13 Punkte, zu denen man zuletzt am Runden Tisch im Gespräch gewesen sei, befänden sich im Umsetzungsprozess. Dazu gehören laut Gemeindesprecherin Svenja Theunert neben dem Radverkehrskonzept auch der Pfad der Menschenrechte, Fahrradbügel und die Situation am Hotel Hennies. Einige weitere wie der Alte Postweg am Parksee Lohne und die Problematik „Anhänger auf Radweg“ seien „in Überprüfung/Bearbeitung“. Bei einigen sei die Situation aber auch nicht änderbar, beispielsweise beim Regionsstandard. Bei den Regionsprojekten zum Alltagsradverkehr befinde sich der Radweg an der K116 Neuwarmbüchen-Thönse im Bau. Der Radweg-Ausbau zwischen K.B. und Altwarmbüchen sei für 2019 geplant, der an der K112 Altwarmbüchen-Burgdorf für 2021.

Am Runden Tisch wolle man sich grundsätzlich zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst –treffen, so Theunert. Wegen personeller Gegebenheiten habe man den ADFC 2018 um Geduld für den nächsten Termin gebeten. Leider habe sich die Terminierung zeitlich verzögert, doch noch im April solle der nächste Runde Tisch stattfinden. Ebenfalls in diesem Monat soll die Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes durch ein Fachbüro beginnen – und dabei auch der ADFC beteiligt werden. Beim Thema „Verbesserungen im Alltagsradverkehr“ in Isernhagen tue sich also sehr wohl etwas, so die Gemeindesprecherin.

Von Frank Walter

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