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Isernhagen Altpapier: Aha lässt halbvolle Tonnen stehen
Umland Isernhagen

Region Hannover: Aha leert nur volle Altpapier-Tonnen

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19:37 03.09.2019
Die Abfallwirtschaft will nur volle Altpapiertonnen leeren. Quelle: Stefan Simonsen (Archiv)
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Altwarmbüchen

Nicht bürgerfreundlich: So empfindet ein Einwohner Altwarmbüchens das Vorgehen des Abfallwirtschaftsbetriebs der Region Hannover (Aha) bei der Altpapierabfuhr. Aus Sicht von Aha hingegen kann man gar nicht anders handeln.

Tonne nur halb gefüllt: Das Papier bleibt stehen

Der Altwarmbüchener hatte seine halb gefüllte Papiertonne am Abfuhrtag an den Straßenrand gestellt. Doch geleert wurde der große schwarze Behälter mit dem blauen Deckel nicht, stattdessen prangte dort ein Aufkleber. „Voll ist toll!“, lautet der Slogan von Aha zur Altpapiertonne. „Stellen Sie bitte nur volle Papiertonnen zur Abholung an den Fahrbahnrand“, heißt es auf dem Aufkleber weiter.

Den Altwarmbüchener ärgert das: Wie könne Aha denn einschätzen, welchen Platzbedarf für Papiermüll er in der nächsten Woche habe, fragt er in einer E-Mail an den Abfallwirtschaftsbetrieb. „Soll ich in der nächsten Woche mit einer halben Tonne auskommen und eventuellen Papier-Überschuss zwischenlagern? Oder soll ich, der sich gerade für eine Tonne entschieden hat, wieder Altpapiersäcke kaufen?“ Der Altwarmbüchener hält das Auslassen der Leerung für „nicht schlüssig“ und auch nicht mit der Ankündigung der wöchentlichen Abholung für vereinbar. „Auch wenn Sie auf Ihrer Internetseite darum bitten, nur volle Tonnen zur Abfuhr bereit zu stellen.“

Aha: Gleicher Aufwand bei voller und halb voller Tonne

In der Stellungnahme von Aha zu diesem Vorgang ist dann auch von einer „Bitte“ keine Rede. Der Aufwand, der betrieben werden müsse, hänge nicht vom Füllstand der Altpapiertonnen ab, teilte die Pressestelle auf Anfrage dieser Zeitung mit. „Bei einer halb vollen Tonne wird die gleiche Energie und Zeit verbraucht wie bei einer vollen Tonne. Das ist ökonomischer und ökologischer Unsinn.“ Nur wenn wöchentlich auch genügend Material in den Haushalten vorhanden sei, um die Tonne auszulasten, mache die wöchentliche Leerung Sinn. „Nur volle Tonnen garantieren eine wirtschaftliche Altpapierabfuhr und eine möglichst geringe Umweltbelastung.“

Bis ins letzte Detail vorgegeben ist das Prozedere aber offenbar nicht: „In der Regel fahren wir die Altpapiertonnen immer ab, auch wenn mal eine Tonne nur halb gefüllt ist“, heißt es weiter von Aha. Sei eine Altpapiertonne allerdings mehrmals nicht voll gewesen und der Kunde bereits durch den Aufkleber „Voll ist toll!“ sensibilisiert, werde eine Tonne auch schon einmal stehen gelassen.

Für den Altwarmbüchener bleiben diese Antwort unbefriedigend. Gerade vor dem Urlaub wolle man doch nicht eine halb volle Tonne stehen haben, und manchmal bekomme man ja Pakete in Massen, beispielsweise zur Weihnachtszeit – mit entsprechend vielen Kartons, die man entsorgen müsse. „Das ist so schlecht zu planen.“

Aha verdient weniger Geld mit Altpapier

Gleichzeitig hat der Bürger aber auch Verständnis, schließlich müsse Aha wirtschaftlich rechnen. Tatsächlich ist das Geschäft mit dem Altpapier mittlerweile längst nicht mehr so lukrativ wie früher. Der Altpapierpreis lag Mitte Juli bei 7,50 bis 10 Euro pro Tonne. Vor vier Jahren hatte Aha noch 65 Euro pro Tonne erhalten.

Laut Aha nutzen mehr als 40 Prozent der Haushalte in der Region Altpapiertonnen. In Isernhagen stehen rund 2600 der Standardbehälter mit 240 Litern Fassungsvermögen. Hinzu kommen knapp 800 Altpapierbehälter anderer Größe von 120 Litern bis zum 4,5 Kubikmeter fassenden Großbehälter für Papier, wie sie bei manchen Gewerbebetrieben Verwendung finden.

Von Frank Walter

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