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Isernhagen Schulcampus: Besuch auf Isernhagens größter Baustelle
Umland Isernhagen

Schulcampus: Besuch auf Isernhagens größter Baustelle

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18:49 25.07.2019
Ein 200-Tonnen-Kran bringt den ersten Deckenbinder für das Dach der Sporthalle am Schulcampus Altwarmbüchen in Position. Quelle: Frank Walter
Altwarmbüchen

 An Sportunterricht ist noch lange nicht zu denken, und doch herrscht Hochbetrieb in Isernhagens künftig größter Sporthalle. Ein 200-Tonnen-Mobilkran parkt mitten im Hallenbereich und hebt den ersten von 13 Spannbetonbindern in Position. Jeder der riesigen Träger für das künftige Sporthallendach ist 21 Tonnen schwer und fast 30 Meter lang.

Die Arbeiten am größten Bauprojekt der Gemeinde Isernhagen schreiten voran. Jetzt haben Arbeiter die riesigen Dachbinder für die Sporthalle des 25-Millionen-Euro-Schulcampus’ montiert.

Viel Platz für Ungenauigkeiten bleibt bei der Montage der Binder trotz dieser enormen Dimensionen nicht: „Wir haben zwei Zentimeter Toleranz“, sagt Florian Petersen. Als Projektleiter des Generalunternehmens Züblin AG ist der junge Diplomingenieur der Herr über die größte Baustelle der Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten.

Gemeinde investiert 25,4 Millionen Euro in den Schulcampus

Im Sommer 2020 soll der Schulcampus in Altwarmbüchen fertig sein. 25,4 Millionen Euro lässt es sich die Gemeinde kosten, für das Gymnasium und die noch wachsende IGS nebenan mehr Platz zu schaffen. Ein dreigeschossiger Neubau um zwei Innenhöfe und eine neue Sporthalle sind die Kernpunkte des Konzepts für den Erweiterungsbau, mit dem das Schulzentrum innerhalb von zwei Jahren zum Campus Isernhagen erweitert werden soll. Die Grundfläche wächst damit um rund 11.500 Quadratmeter.

Bis zur Fertigstellung ist es noch ein weiter Weg. Doch beim Rundgang durch den Rohbau kann man schon erahnen, wie der Neubau für später einmal 1500 Schüler im Juli 2020 aussehen wird. Am Haupteingang des Sporthallentraktes, den nachmittags und abends auch die Vereinssportler nutzen werden, führt eine breite Treppe hoch zur Tribüne für maximal 300 Zuschauer. Ebenerdig geht es zu den Umkleiden.

Riesiger Neubau ersetzt die alte Sporthalle

Drei der vier Abteilungen der Vier-Feld-Halle werden gemeinsam mit dem Tribünenbereich Versammlungen mit bis zu 600 Personen ermöglichen. Gewaltig ist dabei die Dimension der neuen Halle: Sie wird mit 1625 Quadratmetern etwa um die Hälfte größer als die alte Drei-Feld-Halle. Diese war wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren und deshalb zum Start der Arbeiten am Helleweg im Sommer 2018 abgerissen worden.

Während die sieben Meter hohe Boulderwand zum Klettern an der einen Stirnseite der neuen Halle noch Zukunftsmusik ist, lässt sich die Nebenhalle mit ihrem ungewöhnlichen Format bereits deutlich erkennen: Die Geräteturnhalle wird später auch zwei je 50 Meter lange Laufbahnen beherbergen. Zusätzlich sind im ersten Obergeschoss Räume für Gymnastik und Kraftsport sowie ein Theorieraum samt Teeküche für den Vereins- und Schulsport vorgesehen.

Mensa wird 300 Plätze bieten

Zurück ins Erdgeschoss führt der Weg durch den Küchenbereich in die künftige Mensa. 600 Schüler und Lehrer sollen dort in zwei Schichten essen können – entweder ebenerdig oder auf der Galerie. Doch aktuell hält noch ein Wirrwarr aus Metallstützen die Betonfertigteile, die später als Grundlage für die Decke dienen werden.

Der zentrale Eingangsbereich des Neubaus liegt nur wenige Schritte vom Altbestand des Gymnasiums und der IGS entfernt. Von dort geht es über ein großes Treppenhaus in die Obergeschosse, in denen die Fachräume für beide Schulformen und weitere Klassenräume für die IGS angesiedelt werden. Den IGS-Altbau werden Lehrer und Schüler von dort durch einen Verbindungsgang in acht Metern Höhe erreichen.

Ein Obergeschoss fehlt noch

Doch so weit ist es noch lange nicht. Aktuell fehlt noch das zweite Obergeschoss, von dem aus die Gesamtschüler später über die Tonkuhle bis zur Stadtbahn werden gucken können. Für Züblin-Projektleiter Florian Petersen ist das „der nächste Meilenstein“. 25 Rohbauer und etwa ein Dutzend Haustechniker arbeiten Tag für Tag daran, dass das Generalunternehmen den Zeitplan möglichst einhalten kann.

Etwa zwei Wochen später als ursprünglich angenommen hatte im Sommer 2018 der Abriss der alten Sporthalle begonnen, zudem hatte die endgültige Baugenehmigung länger auf sich warten lassen als erwartet. „Das Ziel lautet aber immer noch: Übergabe im Juli 2020“, sagt Thorsten Hartmann vom Amt für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsunterhaltung der Gemeinde. Danach müsse allerdings noch viel Einrichtung für die neuen Fachräume umziehen.

Mitte September wird Richtfest gefeiert

Um das zu schaffen, ist der Wochenplan in Petersens Containerbüro eng getaktet. Im August kommen die ersten Fenster, am 12. September soll das Richtfest gefeiert werden, zum Jahresende das Gebäude dann dicht sein. Der Innenausbau – unter anderem mit Putz, Estrich, Elektrik, Sanitär, Trockenbau und Fußböden – erfolgt dann von oben nach unten – so muss kein Handwerker mehr durch Bereiche stapfen, die bereits fertiggestellt sind.

Die Geschichte mit dem riesigen Mobilkran in Isernhagens größter Sporthalle wird dann nur noch eine Anekdote sein.

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