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Isernhagen Starkregen flutet viele Keller: Feuerwehr rückt zu 34 Einsätzen aus
Umland Isernhagen

Starkregen flutet viele Keller in Isernhagen: Feuerwehr rückt wegen Unwetter zu 20 Einsätzen aus

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17:18 16.10.2019
Der 13. Einsatz wegen des Unwetters: Die Feuerwehr aus Isernhagen H.B. pumpt einen Keller leer. Quelle: Thomas Oberdorfer
Isernhagen

Hinter den Isernhagener Feuerwehren liegt eine harte und ereignisreiche Nacht. Ab 0.30 Uhr ging über den Ortschaften ein Starkregen nieder. Wegen des Unwetters mussten die Feuerwehrleute zu insgesamt 34 Einsätzen im Gemeindegebiet ausrücken. Ein Überblick:

Zwölf Keller laufen in Isernhagen H.B. voll

Besonders heftig traf es Isernhagen H.B. und N.B. Ortsbrandmeister Tobias Plesse aus H.B. wurde mit seinen Leuten zu 13 Einsätzen gerufen. Gleich zwölfmal pumpten sie Keller leer. Außerdem versperrte in der Straße Auf der Heide ein umgestürzter Baum die Fahrbahn. Den räumten die Feuerwehrleute beiseite. Dabei hatte die Nacht ruhig begonnen. Als gegen 0.30 Uhr das Unwetter über Isernhagen niederging, rechnete Plesse minütlich mit einer Alarmierung. Aber die kam – zumindest vorerst – nicht. „Das war schon richtig heftig, was da an Wasser runterkam“, sagte er. Der Ortsbrandmeister inspizierte sein eigenes Haus und seinen Garten. Alles in Ordnung.

Alarmierung kommt zwei Stunden nach dem Unwetter

Als er schon längst wieder im Bett lag, kam dann doch noch der Alarm. Um 2.34 Uhr rief die Leitstelle die Retter in Isernhagen H.B. zu ihrem ersten Einsatz der Nacht. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Alle drei Wagen der Wehr mussten ausrücken. Bis 6 Uhr früh arbeiteten 21 Feuerwehrleute zehn Einsätze ab. In allen Fällen pumpten sie vollgelaufene Keller leer.

Um 6 Uhr beruhigte sich die Lage. Allerdings nur für eine kurze Zeit: Während die Feuerwehrleute im Gerätehaus beim Frühstück beisammen saßen, fegte eine weitere Windböe über den Ort und warf einen Baum in der Straße Auf der Heide um. Der nächste Einsatz. Mit Kettensägen zerteilten die Helfer den Baum und räumten ihn von der Fahrbahn. Aber auch dann war noch nicht Schluss. Zwei weitere Isernhagener meldeten voll gelaufene Keller in ihren Häusern.

Wassermassen richten großen Schaden an

Und zumindest in einem dieser Keller hatte das Wasser erheblichen Schaden angerichtet. In einem Sturzbach war das Regenwasser die Einfahrt des Hauses hinabgelaufen und hatte zuerst die im Keller befindliche Garage und anschließend auch noch die restlichen Räume geflutet. Diese waren eigentlich durch eine kleine Mauer von der Garage abgetrennt, doch die Wassermassen überspülten das Hindernis. Als die Feuerwehrleute das Haus erreichten, schwamm der BMW des Hausbesitzers in der Garage. Rund einen halben Meter hoch stand dort das Wasser.

Rund einen halben Meter hoch stand das Wasser in dieser Garage. Das Auto des Hausbesitzers schwamm in dem Raum. Quelle: Thomas Oberdorfer

Wie stark das Auto in Mitleidenschaft gezogen wurde, ließ sich am Mittwoch noch nicht sagen. Aber auch in den anderen Räumen wurde viel Inventar beschädigt, unter anderem teure Möbel und medizinische Gerätschaften. „Der Schaden beläuft sich auf rund 40.000 bis 50.000 Euro“, schätzt der Hausbesitzer. Er hatte zwischenzeitlich seine Versicherung verständigt.

Neuwarmbüchener Feuerwehr hilft Kollegen in Langenhagen

Doch nicht nur die Feuerwehrleute in H.B. mussten in der Nacht ausrücken. Auch ihre Kollegen in N.B. wurden alarmiert, pumpten insgesamt 19 Keller leer und bargen in der Prüßentrift einen Baum von der Straße. Ihre Kollegen aus Neuwarmbüchen waren zwar nicht im eigenen Ort unterwegs, dafür fuhren sie zur Unterstützung nach Langenhagen. Dort waren die örtlichen Feuerwehren wegen des Starkregens zu mehr als 100 Einsätzen gerufen worden.

Dass solch eine Unwetternacht nicht alle Feuerwehren gleichermaßen trifft, zeigt das Beispiel Altwarmbüchen. Obwohl auch dort ein heftiger Starkregen niederging, erlebten die Feuerwehrleute vor Ort eine ruhige Nacht. Lediglich einmal rückte die Drehleiter zur Unterstützung nach N.B. aus. Zum ersten und dann auch einzigen Unwettereinsatz des Tages in Altwarmbüchen, wurde die Wehr schließlich um 9.17 Uhr alarmiert. Auch sie musste einen Keller von den Wassermassen befreien.

Beseitigen die letzten Wasserreste: Feuerwehrleute aus Isernhagen H.B. im Einsatz in einem vollgelaufenen Keller. Quelle: Thomas Oberdorfer

Mehr zum Thema:

Unwetter über Hannover: Rund 400 Einsätze für Feuerwehren in Stadt und Umland

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Von Thomas Oberdorfer

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