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Umland Steigt die Region Hannover bei defizitärer Klinik in Peine ein?
Umland

Krankenhäuser in Hannover: Übernehmen Region und Braunschweig Peiner Klinik?

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21:23 07.10.2019
Das Klinikum Peine soll verkauft werden. Beteiligt sich die Klinikgesellschaft der Region Hannover? Quelle: Christian Bierwagen
Hannover

Der geplante Verkauf des Krankenhauses Peine könnte die Krankenhauslandschaft in Hannover durcheinander wirbeln. Denn im Aufsichtsrat des Klinikums Region Hannover gibt es Überlegungen, die Klinik in Peine zu übernehmen. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung des Klinikums sei über das Thema gesprochen worden, berichteten Teilnehmer. Demnach hätten die Arbeitnehmervertreter das Thema zur Sprache gebracht. Zum Regionsklinikum gehören derzeit zehn Krankenhäuser, diese befinden sich ausschließlich in der Landeshauptstadt und im Umland.

Der Landkreis Peine hatte seine Klinik im Jahr 2003 verkauft. Seitdem gehört das Haus zur Klinikgruppe AKH Celle. Der Klinikverbund ist im vorigen Jahr in eine tiefe finanzielle Krise geraten. Die beiden Klinikstandorte verzeichneten ein Minus von 16,5 Millionen Euro, jetzt will sich die AKH-Gruppe wieder von Peine trennen.

Interessenten stehen Schlange

Für das Peiner 300-Betten-Krankenhaus, inzwischen ohne Geburts- und Frauenheilkundeabteilung, gibt es mehrere Interessenten, darunter die Klinikkonzerne Helios und Ameos. Auch das Städtische Klinikum Braunschweig hat Interesse an der Übernahme des Peiner Krankenhauses, kann und will das aber nicht allein stemmen.

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) hat jetzt in einem Zeitungsartikel vorgeschlagen, einen Rechtsverbund zu bilden, dem die Stadt Braunschweig, der Landkreis Peine und die Region Hannover als gemeinsame Krankenhausträger angehören könnten. Konkretisiert hat Markurth, der Aufsichtsratsvorsitzender des Städtischen Klinikums ist, seinen Vorschlag bisher nicht. Offenbar sind die Gespräche noch nicht in der entscheidenden Phase angekommen.

Peiner wollen Klinik in kommunaler Trägerschaft behalten

Regionspräsident Hauke Jagau, Aufsichtsratsvorsitzender des Regionsklinikums, äußerte sich auf Anfrage nur zurückhaltend. Aus Sicht der Region sei es begrüßenswert, dass der Braunschweiger Oberbürgermeister die Initiative ergriffen habe, mit dem Ziel, das Peiner Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft zu halten. Es sei im Regionshaus bekannt, dass Braunschweig Optionen prüfe, dieses Ziel zu erreichen. Jagau bestätigte auch entsprechende Gespräche mit seinem Parteifreund Markurth.

Offenbar ist man sowohl im Regionshaus als auch im Braunschweiger Rathaus in Sorge vor der Übernahme des Peiner Krankenhauses durch einen privaten Klinikkonzern. Denn der, so die Befürchtung, könnte den Kauf des eher kleinen Krankenhauses in Peine als Basis für eine Expansion in Richtung Braunschweig oder Hannover nutzen. Und das will man in den beiden Städten auf jeden Fall verhindern.

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Von Mathias Klein

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