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Laatzen 100 Jahre AWO: Ortsvereine feiern und Bulmahn hält Festrede
Umland Laatzen

100 Jahre AWO: Laatzener Ortsvereine feiern und Bulmahn hält Festrede

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17:57 28.10.2019
Die frühere Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hält in der AES-Aula die Festrede zum 100-jährigen Bestehen der AWO. Quelle: Achim von Lüderitz
Rethen

Fünf Laatzener Ortsvereine haben am Sonntag das 100-jährige Bestehen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gefeiert. Die Feierstunde bot auch die Gelegenheit, sich bei den Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern zu bedanken. Unter den 200 Mitgliedern und Freunden der AWO, die den Vormittag über in der Aula der Albert-Einstein-Schule (AES) feierten, war auch die frühere Bundestags-Vizepräsidentin Edelgard Bulmahn.

Das Jugendorchester des Musikkreises Laatzen unter Leitung von Matthias Grützmacher schien mit dem schmissigen „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms andeuten zu wollen, dass die Arbeiterwohlfahrt zwar ihren 100. Geburtstag feierte – ihre Mitglieder aber immer noch voller Elan und Lebensfreude stecken.

200 Gäste bei AWO-Feierstunde

Der Alt-Laatzener Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Merkel begrüßte die 200 Gäste, zu denen auch zahlreiche Vertreter aus Politik und dem öffentlichem Leben gehörten und SPD-Politikerin Edelgard Bulmahn als Festrednerin. Die ehemaligen Bundesministerin für Bildung und Forschung betonte, dass sie für ihren Vortrag nicht überredet werden musste, sondern ihr die AWO „schon seit Jahrzehnten eng am Herzen“ läge.

Die Laatzener Ortsvereine der Arbeiterwohlfahrt (AWO) feiern den 100. Geburtstag der Wohlfahrtsorganisation und blicken mit historischen Bildern in die Vergangenheit zurück.

In ihrer Festrede ging Bulmahn auf die gesamte Entwicklung der AWO seit 1919 ein. Besonders hob sie auch die Arbeit in Laatzen hervor. Die fünf Ortsvereine dort engagieren sich mit insgesamt 500 Mitgliedern teilweise seit Jahrzehnten ehrenamtlich für andere. „Alle geleisteten Maßnahmen zu erläutern, würden den heutigen Rahmen sprengen“, sagte Bulmahn und erinnerte an die vielen Einrichtungen wie Kitas und Kindergärten für die Jüngsten, die tatkräftige Unterstützung für Kranke und Arbeitslose bis zur Betreuung in vielen Tagesstätten und Einrichtungen für Senioren.

Hoffnung auf Wiedereröffnung des Stadthauscafés

Schade sei es, dass das Café Marie im Stadthaus, das mit seinem Namen an die Frauenrechtlerin, Politikerin und AWO-Gründerin Marie Juchacz (1879 bis 1956) erinnerte, 2018 geschlossen wurde: wegen eines Streits um die Nebenkosten mit der Stadt Laatzen. Sie würde es begrüßen, wenn das Café als Stätte der Begegnung und des Austauschs bald wieder eröffnet werden würde, so Bulmahn. Die AWO habe in den letzten 100 Jahren den Anstoß zu Verbesserungen auf unzählig vielen Gebieten gegeben, betonte die Festrednerin – aber „es bleibt auch in Zukunft noch jede Menge zu tun“.

Und während die ehemalige Bundesministerin schon wieder zu einem Termin in Berlin unterwegs war, saßen die AWO-Mitglieder noch eine ganze Weile zusammen, um über das Erreichte und die anstehenden nächsten Aufgaben zu diskutieren.

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Von Achim von Lüderitz

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