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Umland Laatzen

Corona: Laatzener Philipp Domeyer hilft Restaurants mit Internetseite

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06:45 07.04.2020
Philipp Domeyer engagiert sich für die lokale Wirtschaft. Quelle: Janna Silinger
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Laatzen

Die Corona-Krise sorgt für Verunsicherung, aber auch für Zusammenhalt. In den vergangenen Wochen haben sich in Laatzen etliche Nachbarschaftshilfen gebildet, andere unterstützen die Helfer mit selbst genähten Masken. Philipp Domeyer hilft auf seine Weise: Der Laatzener hat eine Internetseite ins Leben gerufen, mit der er vor allem Geschäftsleute vor Ort unterstützen möchte, denen Umsätze weggebrochen sind. Die Seite fasst Lieferdienste von Restaurants, Öffnungszeiten von Geschäften, aber auch Kontakte von Nachbarschaftshilfen zusammen.

Eigentlich ist Domeyer bei einer Krankenkasse als EDV-Trainer beschäftigt. Einen kleinen Nebenverdienst habe er sich mit „Hannoverbox“ aufgebaut. „Wir stellen zum Beispiel auf Hochzeiten und Geburtstagen Fotoboxen auf, da können die Gäste sich dann verewigen“, erzählt der Laatzener. Sein Nebenjob falle nun wegen der Corona-Krise weg. „Es fällt ja alles aus. Da sind natürlich dann zeitlich bei mir Ressourcen frei geworden.“

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Infos über Lieferdienste und Öffnungszeiten

Und diese setzte er nun ein, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Auf der eigens eingerichteten Internetseite www.laatzen-hilft.de listet Domeyer etwa Laatzens Restaurants und Bistros auf, die Lieferdienste anbieten, und gibt die wichtigsten Infos zu Zahlungsmethoden, Öffnungszeiten und Kontaktdaten mit an. Dort zu bestellen, halte er für eine gute und sichere Möglichkeit um zu helfen.

Er verdiene daran zwar nichts, sagt Domeyer, es habe ihn aber auch nur fünf bis sechs Stunden gekostet, die Seite zu bauen. „Ich bin da einfach ganz fit. Mit ein paar Programmen geht so etwas schnell.“ Gemeinsam mit seiner Partnerin habe er die Seite auch mit weitergehenden Informationen gefüllt. Dazu zählen einige Links zu Tipps, wie man die Zeit im Homeoffice sinnvoll gestalten, dem Lagerkoller vorbeugen und die Kinder bei Laune halten kann. Auch macht er auf die Nachbarschaftshilfen aufmerksam, die sich in Laatzen gegründet haben.

Restaurants brauchen Hilfe

Den wichtigsten Aspekt seiner Seite mache für ihn jedoch der Reiter Lieferdienste/Abholung aus. „Niemand weiß, wie lange das noch geht und wie lange die Restaurants das durchhalten“, gibt Domeyer zu bedenken. Er hoffe, dass möglichst viele Menschen in dieser Zeit auch an diejenigen denken, die keinen gesicherten Arbeitsplatz haben und von den Schließungen besonders betroffen sind. „Wir wollen ja auch, wenn die Corona-Krise vorbei ist, mal wieder richtig essen gehen können.“

Noch ist die Seite lückenhaft. So finden sich unter den Restaurants bislang lediglich fünf Einträge, bei den Geschäften beschränkt sich Domeyer auf Baumärkte, Blumenläden und eine Liste von Shops im Leine-Center. Deshalb hofft er auf weitere Tipps: Wer weitere Informationen beitragen kann oder das Projekt mit Ideen anreichern möchte, kann Domeyer über den Internetauftritt kontaktieren.

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Von Janna Silinger

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