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Laatzen „Freiheit für Öcalan“: Kurden ziehen auf drei Demo-Zügen durch die Region Hannover
Umland Laatzen

Drei Solidaritätsmärsche nach Hannover fordern Freiheit für Öcalan

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13:09 01.02.2020
Die 75 Teilnehmer der Öcalan-Demo marschierten am Sonnabend von Langenhagen aus in Hannovers City. Am Sonntag starten sie in Laatzen, am Montag geht es vom Hauptbahnhof zum Landtag. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Die kurdische Gemeinschaft in der Landeshauptstadt bricht an diesem Wochenende und Montag zu insgesamt drei Solidaritätsmärschen für Abdullah Öcalan auf. Der Anführer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sitzt seit inzwischen 21 Jahren in der Türkei in Haft, die Teilnehmer setzen sich für seine Freilassung ein. Der erste Tross machte sich am Sonnabendmittag bei strömendem Regen von Langenhagen aus auf den Weg in Hannovers Innenstadt.

75 Teilnehmer unterwegs

Um 11 Uhr fand an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 1 die Auftaktkundgebung statt. Rund 75 Teilnehmer machten sich im Anschluss über die Bothfelder und Walsroder Straße in Langenhagen auf den Weg Richtung Hauptbahnhof Hannover. Der Weg führte über die Vahrenwalder, Arndt- und Herschelstraße weiter zum Ernst-August-Platz. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl liefen die Demostranten in Absprache mit der Polizei größtenteils auf den Gehwegen.

Die Initiative trägt den Namen „Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan“. Nach Auffassung der Teilnehmer ist der PKK-Führer „unentbehrlich für eine Beendigung des türkisch-kurdischen Konflikts“, heißt es auf dem Flugblatt der Demo. „Öcalans Stimme für Frieden und Demokratie ist angesichts der tiefen Krise im Mittleren Osten und der Diktatur in der Türkei nötiger denn je.“ Am 15. Februar 1999 wurde Öcalan vom türkischen Geheimdienst in Kenia festgenommen und sitzt seitdem in Einzelhaft.

Weitere Märsche am Sonntag und Montag

Anlässlich der weltweiten „Free Öcalan“-Kampagne sind zwei weitere Märsche von 11 bis 14 Uhr in Hannover geplant. Am Sonntag führt der Protestzug vom Leinecenter in Laatzen über die Hildesheimer Straße bis zum Hauptbahnhof. Am Montag startet die Demo am Ernst-August-Platz. Die Teilnehmer laufen über den Kröpcke, die Osterstraße und den Friedrichswall zum Hannah-Arendt-Platz vor dem Landtag. Der größte Solidaritätsmarsch soll vom 9. bis 15. Februar von Saarbrücken nach Straßburg führen. Dort haben das Europäische Parlament und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ihren Sitz.

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Von Peer Hellerling

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