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Laatzen EU-Wahl: Gymnasiasten stimmen schon mal ab
Umland Laatzen

EU-Wahl in Laatzen: EKG-Schüler stimmen schon mal ab

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00:16 24.05.2019
Enna (13) gibt in der Wahlkabine ihre Stimme ab. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Die Acht- bis Elftklässler des Erich-Kästner-Gymnasiums (EKG) dürfen schon jetzt ihr eigenes Europaparlament wählen: Sämtliche Klassen beteiligen sich an der Juniorwahl, mit der das Interesse an der Demokratie gefördert werden soll. Die Wahl ist zwar simuliert, sie verschafft den Schülern aber ein realistisches Bild über den Ablauf der Stimmabgabe. Zudem werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt, sodass sich daraus ein Meinungsbild der Jugendlichen ablesen lässt. 2760 Schulen aus ganz Deutschland nehmen an der Juniorwahl teil.

Schüler wählen mit dem „echten“ Wahlzettel

Am Montag sind Schüler aus den achten Klassen an die Wahlurne getreten. „Es gibt aus jedem Politikkurs einen Wahlvorstand, der sich aus jeweils drei Schülern zusammensetzt“, sagt Lehrerin Stephanie Butz, die die Juniorwahl am EKG koordiniert. Beim Wahlvorstand zeigten die Schüler zunächst ihre Ausweise und ihre Wahlbenachrichtigung vor. „Ich hake die Namen auf der Wählerliste ab, damit ich weiß, wer schon gewählt hat“, beschreibt Neele aus der Klasse 8c ihre Aufgabe. Harasch händigt den Schülern dann ihre Wahlzettel aus. „Ich weise noch einmal darauf hin, dass man nur eine Stimme hat und außer seinem Kreuz nichts anderes auf den Wahlzettel schreiben darf, weil dieser sonst ungültig ist.“ Der Wahlzettel ist der gleiche wie bei der echten Europawahl.

Am Laatzener Erich-Kästner-Gymnasium treten Schüler schon jetzt an die Wahlurne. Die Juniorwahl soll den Schülern ein realistisches Bild über den Ablauf der Stimmabgabe verschaffen.

EU-Wahl Thema im Unterricht

In den vergangenen zwei Wochen wurde die Europawahl zunächst im Politikunterricht behandelt. „Wir haben über das EU-Parlament gesprochen und uns die Programme der einzelnen Parteien angeschaut“, sagt Butz. Die Schüler hätten dabei auch über die Wahlzettel gesprochen und den Wahl-O-Mat zur Europawahl genutzt: Auf der Internetseite werden 38 Politikfelder abgefragt und die Antworten der Nutzer dann mit den Wahlprogrammen der Parteien abgeglichen. Mit der Juniorwahl sollen die Schüler Sicherheit bekommen und Vertrauen in das politische System gewinnen, sagte Butz. „Sie wissen hinterher, wie eine Wahl funktioniert.“ Die Schüler können ihr Wahlrecht übrigens wahrnehmen, sie müssen es aber nicht.

Schüler bilden sich ihre Meinung zu Parteien

„Ich finde es sehr gut, dass uns der Wahlprozess nahegebracht wird“, sagte die 13-Jährige Emma. „Wir lernen die Ziele der Parteien kennen und können uns eine eigene Meinung bilden“, ergänzte Julia. Emily sieht die Schülerwahl als gute Vorbereitung für die Zukunft. „Ich habe mich vorher noch nie so richtig damit beschäftigt.“ Viele Schüler hätten auch zu Hause über die Wahl diskutiert, sagte Enna. Insbesondere über den Artikel 13, mit dem eine Reform des Urheberrechts einherging, habe sie mit ihrer Familie eine hitzige Debatte geführt.

Die Ergebnisse sollen am Wahlsonntag, 26. Mai, bekannt gegeben werden. Das bundesweite Schulprojekt wird vom Europäischen Parlament, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

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Von Daniel Junker

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