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Laatzen EqualPayDay-Fahnen wehen vor Laatzener Rathaus
Umland Laatzen EqualPayDay-Fahnen wehen vor Laatzener Rathaus
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00:19 21.03.2019
Mit den roten EqualPayDay-Fahnen vor dem Rathaus will die Laatzener Gleichstellungsbeauftragte Nicole Hendrych auf die Unterschiede in der Entlohnung von Männern und Frauen hinweisen.
Mit den roten EqualPayDay-Fahnen vor dem Rathaus will die Laatzener Gleichstellungsbeauftragte Nicole Hendrych auf die Unterschiede in der Entlohnung von Männern und Frauen hinweisen. Quelle: Daniel Junker
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Laatzen-Mitte

Zwei rote EqualPayDay-Fahnen haben am Montag vor dem Rathaus geweht. Die Laatzener Gleichstellungsbeauftragten wies damit auf die unterschiedliche Bezahlung und Bewertung der Arbeit von Männern und Frauen hin. „Typische Frauenberufe in der Pflege oder im Sozialen Bereich sind schlechter bezahlt als andere“, sagte Nicole Hendrych: „Berufe, die Macht, Kraft und ein starkes Durchsetzungsvermögen ausstrahlen, werden wesentlich höher entlohnt.“

Die Unterschiede würden auch bei der Besetzung von gut bezahlten Leitungspositionen deutlich. Hendrych sieht Verbesserungsbedarf – auch bei der eigenen Stadtverwaltung. Der Laatzener Verwaltungsvorstand sei mit drei Männer und nur einer Frau besetzt. Auch die beiden Fachbereichsleiter für Bauen und Soziales seien Männer. Bei den Teamleitungen gibt es acht Frauen und 15 Männer. „Dazu kommt, dass die Stellvertreterin des Bürgermeisters gleichzeitig Teamleiterin ist. Bei den drei Männern im Verwaltungsvorstand sei dies nicht so“, kritisierte die Gleichstellungsbeauftragte. Insgesamt arbeiteten in der Verwaltung 20 männliche und acht weibliche Führungskräfte.

Der EqualPayDay steht symbolisch für die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Im Durchschnitt beträgt die Differenz etwa 21 Prozent. Auf das aktuelle Kalenderjahr umgerechnet bedeute dies, dass Frauen seit Jahresanfang 77 Tage – bis zum 18. März – unentgeltlich gearbeitet haben.

Von Daniel Junker