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Laatzen Heizung im EKS fällt aus: 1600 Schüler frieren und gehen frühzeitig
Umland Laatzen Heizung im EKS fällt aus: 1600 Schüler frieren und gehen frühzeitig
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00:20 07.03.2019
Heizungsausfall am EKS: Für einen Großteil der 1300 Gymnasiasten und Oberschüler war der Schultag am Montag frühzeitig beendet. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Ein kleines Teil kann viel bewirken: Im Falle des Erich-Kästner-Schulzentrums war es eine defekte Gasarmatur am Brenner der Heizungsanlage, der am Montag dazu führte, dass ein Großteil der knapp 1300 Gymnasiasten und Oberschüler frühzeitig nach der vierten Stunde nach Hause geschickt wurden. Die Räume waren einfach zu kalt. Die an den Heizkreislauf angeschlossene Grundschule Pestalozzistraße war von dem Ausfall der Technik ebenfalls betroffen. Sie ließen die 336 Mädchen und Jungen umgehend von den Eltern abholen oder nach Hause gehen.

„Wir wurden am Montagmorgen von der Kühle überrascht“, erklärte Grundschulleiter Axel Paulig. Maximal 16 Grad Celsius seien die Räume warm gewesen. An Unterricht war so nicht zu denken. Als klar war, dass die Heizungsanlage frühestens gegen Mittag repariert sein und wieder laufen würde, entschieden sich die Verantwortlichen, den Schultag frühzeitig zu beenden. „Wir wollen nicht, dass sich noch jemand verkühlt“, so Paulig, der umgehend die Eltern informieren ließ und einen Hinweis auf der Internetseite der Schule einstellte. Mit Telefonketten, Whatsapp-Nachrichten und über andere Kanäle reichten die Eltern die Information weiter. Um 10 Uhr hatten nahezu alle Kinder die Schule verlassen.

Nach Informationen der Stadtverwaltung Laatzen soll die vom Unternehmen Enercity betriebene zentrale Heizungsanlage im EKS erst am Freitag gewartet worden und danach ausgefallen sein.

Ausgekühlte Räume und Turnhallen

Leider sei der Defekt erst am Montag und nicht schon frühzeitiger festgestellt worden, bedauerte die Leiterin des Erich-Kästner-Gymnasiums Hella Kohl. Andernfalls hätten die Schüler vorab informiert werden und sich den Weg sparen können. In den Raummodulen auf dem Sportplatz sei es besonders kalt gewesen, so Kohl, ebenso in den Räumen auf der Nordseite der Gebäude. „Die Turnhalle war auch ausgekühlt, aber da konnten sich die Schüler wenigstens bewegen“, sagte Kohl. Bis zur vierten Stunde wurde noch Unterricht erteilt, danach dann der Großteil nach Hause geschickt. Nur die Oberstufenschüler verblieben im EKS.

Was viele verwunderte: Obwohl die Heizungsanlage automatisch überwacht wird, wurde der Fehler nicht über das Meldesystem bekannt sondern erst am Montag von den Hausmeistern festgestellt.

Normalerweise gebe es eine Störungsmeldung, doch aufgrund einer „Verkettung unglücklicher Umstände“ habe die Weiterleitung nicht funktioniert, sagte Enercity-Sprecherin Tanja Requardt: „Das tut uns sehr leid“. Anders als die Stadtverwaltung geht das Unternehmen aber davon aus, dass die Heizung nicht schon am Freitag ausgefallen ist sondern die Störung erst „im Laufe des Sonntags und wahrscheinlich gegen Abend“ auftrat. Dafür spreche die gemessene Resttemperatur im Heizungssystem.

Enercity-Techniker reparieren Heizungsanlage

Noch am Montagnachmittag gelang es Technikern, eine neue Gasarmatur einzubauen und die Heizung wieder in Gang zu setzen. Um den Schulbetrieb am Dienstag zu gewährleisten wollten Techniker noch am Abend sowie am Dienstag um 6 Uhr erneut nach Laatzen fahren und sich vom Betrieb der Heizung überzeugen, kündigte die Enercity-Specherin an. Radiomeldungen über den erneuten Unterrichtsausfall, wie sie die Schulleitungen von EKS und Grundschule bereits erwogen, werden so vermutlich nicht nötig sein.

Mit dem witterungsbedingt frühzeitigen Unterrichtsschluss kenne sich die EKS-Schüler aus. Im vergangenen Mai und August wurde dort wegen Überhitzung der Räume – in dem Siebzigerjahre Gebäude fehlt mitunter ein Sonnenschutzes – einige Male Hitzefrei gegeben.

Von Astrid Köhler

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