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Laatzen KGS: Jugendliche schildern ihren Mitschülern ihre Erfahrungen im Berufspraktikum
Umland Laatzen

KGS-Berufsfindungsmarkt in Pattensen: Jugendliche schildern ihren Mitschülern ihre Erfahrungen im Berufspraktikum

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06:00 09.11.2019
Patrick Fietz (16, links) zeigt Agniezska Heubaum, womit er sich bei seinem Tischlereipraktikum im Bereich Fensterbau beschäftigt hat. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2017 haben die Schüler der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen am Donnerstag erneut beim Berufsfindungsmarkt ihren Mitschülern von ihren Erfahrungen im Praktikum berichtet. 140 Schüler – jeweils etwa zur Hälfte aus den neunten Gymnasialklassen sowie den zehnten Haupt- und Realschulklassen – hatten zunächst im Rahmen von zwei Projekttagen am Dienstag und Mittwoch die rund fünfstündige Veranstaltung vorbereitet.

Messeähnliche Präsentation

Nun präsentierten sie dann individuell und messeähnlich an eigenen Infoständen ihre Erfahrungen aus den in den beiden Wochen nach den Herbstferien absolvierten Unternehmenspraktika „Die ausgewählten Betriebe befanden sich alle in der Region Hannover und Hildesheim. Denn die Schüler wurden in dieser Zeit auch von uns Lehrern an ihrem Arbeitsplatz besucht“, berichtet Mirjam Bruder, die Fachbereichsleiterin Geschichtlich-soziale Weltkunde (GSW). In Kooperation mit ihrer Kollegin Agnieszka Heubaum, Fachbereichsleiterin Arbeit-Wirtschaft-Werken, hat sie wie in den beiden Vorjahren diesen dritten Berufsfindungsmarkt an der Ernst-Reuter-Schule organisiert.

Von ihren Berufspraktika haben die 9. und 10. Klässler der KGS Pattensen bei der 3. Berufsfindungsmesse berichtet. Sie gaben dabei ihre Erfahrungen mit Betrieb und Berufsbild an jüngere Schüler weiter.

Ältere Schüler berichten Jüngeren von ihren Erfahrungen

„Der Mehrwert der Veranstaltung ist, dass die Erfahrungen und Kontakte zu den Betrieben an die unteren Jahrgänge weitergegeben werden und die Berufsorientierung auch in diesen Jahrgängen zusätzlich gestärkt wird“, erläuterte Heubaum.

Rund 400 Siebt- bis Zehntklässler aus allen drei KGS-Schulzweigen sowie weitere Schüler der benachbarten Calenberger Schule haben so durch direkte Gespräche mit ihren Schulkameraden davon erfahren, wie ernst sie als Praktikanten in den Betrieben genommen wurden, was für Aufgaben man ihnen dort zuteilte und wie sie fachlich betreut worden sind. „Das ist ein ganz wichtiger Faktor für viele Schüler, welchen Praktikumsplatz sie sich dann selbst im nächsten Jahr suchen“, berichtete Bruder.

Jugendliche üben sich in Präsentation

Auch für die Praktikumsschüler selbst brachte der Berufsfindungsmarkt viel. Sie übten sich an ihren Infoständen mit Plakaten, Infozetteln und zahlreichen Aktionen in Theorie und Praxis in ihrer Präsentationskompetenz gegenüber den Schülern der jüngeren Jahrgänge und ließen sich dabei auch von mehrköpfigen Bewertungskommissionen aus den Reihen der Lehrkräfte benoten.

Inhaltlich wurden dabei 14 Berufsfelder abgedeckt, von den gefragten Bereichen Gesundheit, Pflege und Erziehung über den Dienstleistungssektor bis hin zu Gastronomie, Technik und Produktion.

So berichtete Hanna Tolle (16) von ihren Praktikumserfahrungen und Aufgaben als Helferin auf der MHH-Kinderstation. „Ich musste zwar um 4 Uhr früh aufstehen. Aber es war toll, weil ich schon immer etwas mit Kindern machen wollte“, sagte die Neuntklässlerin, die sich vorstellen kann, später in diesem Bereich zu arbeiten.

Auch Torben Zielinski (14) fand sein Praktikum im Hotel Haase in Laatzen-Grasdorf „sehr gut und spannend. Ich hatte in den zwei Wochen viel im Service mit den Gästen zu tun“. Beim Frühdienst hieß es da regelmäßig um 5 Uhr aufzustehen und den Bus nach Laatzen zu bekommen. „Wenn die Busverbindungen besser wären, wäre Laatzen später auch beruflich interessanter“, orientiert sich der Pattenser diesbezüglich aktuell allerdings eher vor Ort.

Patrick Fietz (16) und Fabrice Wollenweber (16) präsentierten sich auf dem Berufsfindungsmarkt interessanterweise nicht nur nebeneinander mit Infoständen, sondern tauschten sich auch zu ihren jeweiligen Praktika bei einer Tischlerei (Fietz) und bei der Üstra (Wollenweber) aus. Denn im vergangenen Jahr war es genau andersherum.

Schülerfirma versorgt Eltern und Firmenvertreter

In einer extra eingerichteten Besucherlounge wurden von der KGS-Schülerfirma FITimBISS ab Mittag erstmals die zu Besuch eingeladenen Eltern und Firmenvertreter mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee betreut. „Davon versprechen wir uns eine noch bessere Vernetzung mit den Betrieben“, sagte Bruder erfreut. Um den diesbezüglichen Zuspruch weiter zu steigern, überlegt man, im nächsten Jahr den Termin zeitlich noch günstiger, auf einen Freitagnachmittag, zu legen.

„Der Berufsfindungsmarkt in dieser Form ist Teil des neuen Berufsorientierungskonzeptes für alle Schulzweige, mit dem Grundgedanken, dass die Praktikumserfahrungen in einer neuen Form als dem klassischen Bericht präsentiert werden“, bilanzierte Heubaum.

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Von Torsten Lippelt

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