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Laatzen AES stärkt Bewusstsein für Fair Trade
Umland Laatzen AES stärkt Bewusstsein für Fair Trade
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11:00 12.11.2018
Leon (12, von links), Joana (11) und Sophie (11) kochen mit Bio-Zutaten eine Kürbissuppe mit Linsen, Orangen, Sellerie, Zimt, Anis und Nelken. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Nachdem die Stadt Laatzen mit dem Fair-Trade-Siegel ausgezeichnet wurde, will auch die Albert-Einstein-Schule ihren Schülern vermehrt die Themen „Fairer Handel“ und „Gesunde Ernährung“ vermitteln. In diesem Jahr hat die AES erstmals seit langer Zeit eine Eine-Welt-AG eingerichtet, in der es um Nachhaltigkeit geht. „Wir wollen das Thema noch mehr im Bewusstsein unserer Schüler verankern“, sagt Lehrerin Janna Wochnik, die die Nachmittags-AG betreut.

„Als erstes Projekt haben wir in allen Klassenräumen Papiertonnen aufgestellt“, sagt Wochnik. „Die gab es noch nicht in allen Räumen.“ Derzeit beschäftigt sich die Gruppe mit dem Fairen Handel von Kaffee und Schokolade. Die Schüler würden den Weg vom Kakaoanbau bis zur fertigen Schokolade nachvollziehen und Probleme untersuchen. Dabei recherchiert die Gruppe unter anderem über Kinderarbeit, geringe Löhne und den Einsatz von Palmöl. Unter anderem wurden Supermärkte besucht und Fair-Trade-Logos unter die Lupe genommen.

Ihre Ergebnisse will die AG in Workshops und Pausenaktionen den anderen Schülern vorstellen und damit das Bewusstsein für Umweltschutz und den Fairen Handel innerhalb der Schule schärfen. Mittelfristig soll dann der Schulkiosk mit Fair-Trade-Produkten ausgestattet werden. Im Lehrerzimmer gibt es seit kurzem ausschließlich Fair-Trade-Kaffee. Vor Weihnachten will die Schülervertretung zudem fair gehandelte Schoko-Nikoläuse in den Pausen verkaufen.

In der Koch-AG wird das Essen jetzt mit Bio- und Fair-Trade-Produkten zubereitet. Danach verspeisen die Schüler die ihre Gerichte gemeinsam in der Schulküche

Auch die beiden Koch-AGs, bei denen etwa 40 Kinder aus allen drei Schulzweigen nachmittags Kochen lernen, beschäftigen sich vermehrt mit Bio- und Fair-Trade-Produkten. „Die Kinder sollen natürlich essen, was sie gerne essen“, sagt AG-Leiterin Karola Greguhn. „Sie sollen aber auch gesund essen und ein Bewusstsein dafür entwickeln.“ Derzeit verwenden die Schüler möglichst viele Bio-Produkte, vergangene Woche haben sie zum Beispiel eine Kürbissuppe und Haferflockenkekse aus gesunden Zutaten zubereitet.

Die Sarah-Wiener-Stiftung unterstützt die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Bio- und Fair-Trade-Produkten mit 500 Euro. „Damit können wir Bio-und Fair-Trade-Produkte kaufen“, sagt Greguhn. Die Lehrerin habe über die Stiftung eine Fortbildung zur gesunden Ernährung absolviert, vermittelt wurde auch eine Förderung durch die Barmer-Ersatzkasse. Seit einigen Wochen kochen die Kinder und Jugendlichen jetzt mit Bio-Produkten, demnächst will die Gruppe Zutaten auf dem Laatzener Wochenmarkt einkaufen. „Die Schüler sollen lernen, dass sie dort Lebensmittel aus der Region bekommen.“

Bis zum Ende des Schuljahres reichen wird das Geld der Sarah-Wiener-Stiftung allerdings nicht. „Pro Koch-Termin kosten die Bio-Zutaten etwa 50 Euro“, sagt Greguhn. Ohne Zuschuss sei das langfristig zu teuer. Wenn das Geld aufgebraucht ist, müsse die Koch-AG wieder auf konventionelle Lebensmittel zurückgreifen. „Wir hoffen, dass wir noch einmal eine Spende erhalten oder einen Zuschuss von der Stadt bekommen.“

Von Daniel Junker

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