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Laatzen Weniger Einbrüche, aber mehr Vandalismus in Laatzen
Umland Laatzen Weniger Einbrüche, aber mehr Vandalismus in Laatzen
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16:57 15.03.2019
Stefan Schwarzbard (von links), Roland Einbrodt und Gordon Hartmann stellen die Kriminalstatistik 2018 für Laatzen vor. Quelle: Dorndorf
Laatzen

Die Häufung von Einbrüchen in Laatzen ist offenbar gestoppt: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fälle in Laatzen deutlich zurückgegangen und wieder auf Normalmaß geschrumpft – eine positive Entwicklung aus Sicht der Laatzener Polizei, die jetzt die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgestellt hat.

Insgesamt zeigte sich Laatzens neuer Kommissariatsleiter Roland Einbrodt denn auch zufrieden mit der Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Zahl der Straftaten blieb mit 3169 stabil – gerade einmal neun Fälle mehr als im Vorjahr weist die Statistik aus. Erfreulich sei aus seiner Sicht auch die hohe Aufklärungsquote, die zwar von 73,5 auf 69,8 sank, aber dennoch weit über Durchschnitt liege. „Das ist zwar etwas weniger als 2017, aber wir kommen nahe an die 70 Prozent ran. Das ist in der Polizeidirektion Hannover nahezu einzigartig.“ Der Durchschnitt liege regionsweit bei 61,3 Prozent. Einbrodt lobte dabei ausdrücklich die Arbeit der Beamten vor Ort.

Vor allem bei Einbrüchen sieht es besser aus als noch ein Jahr zuvor: Nahm die Polizei im Jahr 2017 noch 121 Fälle auf, pegelte sich die Zahl nun wieder mit 82 auf dem Niveau der Vorjahre ein. Das trage zu einem größeren Sicherheitsempfinden der Laatzener Bürger ein, freut sich Stefan Schwarzbard, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. „Wir haben mit viel Personaleinsatz mehr Kontrollen und mehr Bestreifungen gemacht“, ergänzt Gordon Hartmann, Chef des Einsatz- und Streifendienstes.Schwerpunkte der Kriminalität in Laatzen gebe es nicht, sagt Hartmann.

Weniger Einbrüche, mehr Sachbeschädigungen: die Zahlen der Laatzener Polizei zur Kriminalstatistik 2018.

Mehr Körperverletzungen: Zugenommen haben hingegen die Anzeigen wegen Körperverletzungen, nach 274 im Vorjahr waren es 306. Die Täter kommen dabei in den seltensten Fällen unentdeckt davon: Die Aufklärungsquote sei hier mit knapp 93 Prozent besonders hoch, sagt Schwarzbard. „Im Grunde genommen lohnt sich Körperverletzungen in Laatzen nicht, die meisten Täter kriegen wir.“ Fälle von Straßenraub seien 2018 gerade einmal fünf Mal zur Anzeige gebracht worden (2017: acht), einen Mord gab es nicht.

Sachbeschädigungen haben sich im vergangenen Jahr in Laatzen gehäuft, die Zahl stieg um 45 auf 299. Ein erheblicher Teil entfällt auf zerkratzte und beschädigte Autos, aber auch auf brennende Abfallcontainer. Unter anderem hatte es an den Schulen vermehrt Fälle von Vandalismus gegeben.

Drogendelikte: Zugelegt hat die Drogenkriminalität in Laatzen – zumindest stieg die Zahl der bekannten Verstöße von 194 auf 261. Hartmann führt dies unter anderem auf die intensivierten Bemühungen der Polizeiinspektion Süd zurück. „Es ist eine Menge gemacht worden, die Kollegen wissen, wo und wen sie kontrollieren müssen.“ Der Zuwachs hänge deshalb auch mit dem verstärkten Kontrolldruck zusammen. In den meisten Fälle gehe es um Marihuana und Haschisch.

Häusliche Gewalt: Gemeldet wurden 2018 insgesamt 156 Fälle von häuslicher Gewalt – nach 251 im Vorjahr ein deutlicher Rückgang. Darunter fallen Körperverletzungen, aber auch Fälle psychischer Gewalt und Stalking. Bei den Sexualdelikten gab es hingegen einen Zuwachs von 21 auf 39, ein großer Teil davon innerhalb der Ehe oder der Verwandschaft. Den Anstieg führt Kriminal- und Ermittlungsleiter Schwarzbard auch auf ältere Fälle zurück: Elf Anzeigen bezögen sich auf Taten aus den Jahren 2014 bis 2017, eine sogar auf 1998. Ein Zusammenhang mit der #Me-Too-Debatte liegt nahe.

Weniger Diebstähle: In Laatzen wird wieder weniger geklaut. Die Anzahl der Diebstähle sank in Jahresfrist um 63 auf 965, die der Ladendiebstähle um 33 auf 207. Ein echtes Problem sind hingegen die Fahrraddiebstähle, deren Zahl von 81 auf 153 stieg. „Wir können da wenig machen“, bedauert Schwarzbard, die Aufklärungsquote sei niedrig. Er rät dazu, an den auch von der Polizei angebotenen Codierungsaktionen teilzunehmen und Diebstähle möglichst schnell anzuzeigen.

Flüchtlinge: „Straftaten durch Flüchtlinge bewegen sich in einem geringen Bereich“, sagt Schwarzbard. Die Zahl sei 2018 zurückgegangen. Angezeigt wurden unter anderem 25 Diebstähle, 41 Rohheitsdelikte, 55 Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie sechs Sexualdelikte.

Von Johannes Dorndorf

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